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Niederländische Regierung soll Sterbehilfefälle beziffern

Donnerstag, 12. August 2010

Den Haag – Die christliche Patientenvereinigung NPV und das mit ihr zusammenarbeitende private Lindeboom-Institut hat die zur Zeit mit der Regierungsbildung befassten Politiker in Den Haag aufgefordert, klare Zahlen zu nennen, wie viele Menschen durch legale Sterbehilfe ums Leben kommen.

Im vergangenen Jahr haben Ärzte 2.636 Wünsche nach Lebensbeendigung und Hilfe zur Selbsttötung bei den regionalen Euthanasie-Kontrollkommissionen gemeldet. Diese Zahl bedeute einen Zuwachs gegenüber dem Vorjahr von 13 Prozent. Damit habe sich eine seit 2006 bemerkte steigende Tendenz der Wünsche nach Sterbehilfe fortgesetzt. Die Anzahl der durchgeführten Tötungen wurde bislang nicht bekannt.

Die Kommissionen informieren die Staatsanwaltschaft bei dem Verdacht, dass Ärzte bei Erfüllung der Wünsche gegen die vom Gesetz geforderte Sorgfaltspflicht verstoßen; 2009 gab es neun Verdachtsfälle. Ärzte in den Niederlanden dürfen schwer kranken und leidenden Patienten auf deren Wunsch hin straffrei auch aktive Sterbehilfe leisten, wenn keine Aussicht auf Heilung besteht. © kna/aerzteblatt.de

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