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| Doris Pfeiffer |
Neue Therapien sollten daher künftig in spezialisierten Zentren getestet und von wissenschaftlichen Studien begleitet werden. Das Verfahren müsse schnell gehen, denn alle Patienten sollten von echten Innovationen so schnell wie möglich profitieren, forderte die Verbandschefin.
Sie warnte zugleich vor Experimenten auf Kosten der Patienten. Pfeiffer verwies dabei auf frühere Erfahrungen mit dem Operationsroboter "Robodoc" bei Hüftgelenksoperationen.
Der Roboter sei lange eingesetzt worden, ohne dass die Wirkung wissenschaftlich kontrolliert worden sei. In vielen Fällen hätten die Patienten mehr Probleme bekommen als bei konventionellen Operationen. So mussten laut Pfeiffer die Hüftgelenke häufiger entfernt und neu eingesetzt werden.
Pfeiffer wies Vorwürfe zurück, die Kassen hätten Angst vor hohen Ausgaben und behinderten den medizinischen Fortschritt. „Darum geht es definitiv nicht“, sagte sie. Neue Verfahren müssten aber keineswegs immer teurer, sondern könnten durchaus auch billiger sein.
Die Kassen wollten zudem verhindern, dass flächendeckend Therapieformen angewendet würden, die womöglich nutzlos oder gefährlich für die Versicherten seien. Nach Ansicht von Pfeiffer muss der Gesetzgeber daher handeln.
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