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| dpa |
Die Zahl der Dialysebehandlungen hat in den letzten Jahren auch deshalb zugenommen, weil die Nephrologen zu einem immer frühzeitigeren Beginn der Behandlung tendieren. So hatten in den USA im Jahr 1996 nur 19 Prozent der Patienten zu Beginn der Dialyse eine glomeruläre Filtrationsrate (GFR) von mehr als 10 ml/min/1,73m2. Im Jahr 2005 waren es bereits 45 Prozent.
Dies verbraucht nicht nur enorme wirtschaftliche Ressourcen, ein zu früher Beginn setzt auch die Lebensqualität der Patienten herab. Wird die Dialyse aber zu lange hinausgezögert, kann dies den vorzeitigen Tod des Patienten zur Folge haben.
Nachdem retrospektive Studien die Vorteile eines frühen Dialysebeginns infrage gestellt hatten, wurde dies erstmals in einer prospektiven Studie untersucht. An der „Initiating Dialysis Early and Late“ oder IDEAL-Studie wurden an 32 Zentren in Australien und Neuseeland 828 erwachsene Patienten auf einen frühen (GFR 10-14 ml/min/1,73m2) und späten (GFR 5-7 ml/min/1,73m2) Beginn der Dialyse randomisiert.
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Dennoch raten die Editorialisten Norbert Lameire und Wim van Biesen von der Universität Gent zur Vorsicht. Ein später Beginn berge hohe Risiken, wenn die urämischen Symptome nicht rechtzeitig erkannt würden. Sie raten, die Patienten engmaschig nephrologisch zu untersuchen und frühzeitig auf eine Peritonealdialyse vorzubereiten oder einen Shunt für die Hämodialyse anzulegen (NEJM 2010; 363: 678-680).
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