Hannover – Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) stellt Herzpatienten eine neue Behandlungsmethode zur Verfügung. Menschen mit insuffizienten Mitralklappen müssen nicht mehr am offenen Herzen operiert, sondern können sich minimal-invasiv durch die Leiste mit einem Katheterverfahren behandeln lassen.
Dabei heften die MHH-Kardiologen die schlecht schließenden Klappensegel der Mitralklappe durch einen Metallclip aneinander. Da die Klappe so wieder dicht schließt, kann während des Herzschlages kein Blut mehr in die Lunge zurückfließen. Bisher wurden weltweit rund 1.500, an der MHH zehn Patienten auf diese Weise therapiert.
„In einer internationalen Studie wurde gezeigt, dass der klinische Nutzen dieses Mitral-Clips genauso groß ist wie bei einer herzchirurgischen Mitralklappenoperation bei geringerer Komplikationsrate“, sagt Arnd Schaefer, leitender Oberarzt an der MHH-Klinik für Kardiologie und Angiologie. Die MHH bietet das neue Verfahren Menschen an, die wegen anderer begleitender gesundheitlicher Probleme für eine Operation nicht infrage kommen.
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