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Peking: Kein Beweis für Brustbildung durch Milchpulver bei Babys

Montag, 16. August 2010

Peking – Das chinesische Gesundheitsministerium hat nach Berichten über die angeblich durch Milchpulver ausgelöste Bildung von weiblichen Brüsten bei Babys Entwarnung gegeben. Dieser Verdacht habe bei Untersuchungen des betreffenden Milchpulvers nicht untermauert werden können, teilten die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua und die Nachrichtenseite Wangyi am Sonntag unter Berufung auf das Ministerium in Peking mit.   

Eltern und Ärzte aus der zentralchinesischen Provinz Hubei hatten vor gut einer Woche den Verdacht geäußert, das Milchpulver der Firma Synutra könnte mit Hormonen versetzt sein. Drei Mädchen im Alter zwischen vier und 15 Monaten hätten dort bei medizinischen Tests höhere Hormonwerte als erwachsene Frauen aufgewiesen – sie entwickelten demnach bereits weibliche Brüste. Aus Peking wurde ein weiterer Fall gemeldet.  

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Die örtlichen Behörden hatten eine Untersuchung auf Wunsch der Verbraucher zunächst abgelehnt und wurden letztlich von der Regierung dazu verpflichtet. Der Hersteller Synutra erklärte aber bereits nach den ersten Berichten, dass das Milchpulver sicher und nicht mit Hormonen oder illegalen Substanzen versehen worden sein.  

China war vor zwei Jahren von einem internationalen Skandal um verseuchtes Milchpulver erschüttert worden. Die gesundheitsschädliche Industriechemikalie war im großen Stil der mit Wasser gestreckten Milch beigemischt worden, um einen höheren Proteingehalt vorzutäuschen: Sechs Babys und Kleinkinder starben, fast 300.000 weitere erkrankten. Seither reagieren auch die Menschen in der Volksrepublik viel sensibler auf mögliche Lebensmittelskandale als früher. © afp/aerzteblatt.de

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