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Mögliche Ursache des Reizdarmsyndroms entdeckt

Dienstag, 31. August 2010

München – Kleine Entzündungen der Darmschleimhaut können die Histamin- und Proteasenproduktion im Darm anregen, was wiederum die Symptome eines Reizdarmsyndroms auslösen kann. Diese Entdeckungen machten Wissenschaftler um Michael Schemann von dem Lehrstuhl für Humanbiologie in München. Sie publizierten ihre Ergebnisse in der Zeitschrift Gastroenterology (doi:10.1053/j.gastro.2009.07.005).

Blähungen, Verstopfung und Durchfall sind typische Symptome des sogenannten Reizdarmsyndroms. In Deutschland leiden etwa sieben Millionen Menschen an dieser Erkrankung. Die Ursachen waren bisher unbekannt.

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Die Wissenschaftler konnten in ihrer Studie nun Mikro-Entzündungen in der Darmschleimhaut nachweisen. Diese Entzündungen sensibilisieren der Arbeitsgruppe zufolge das intestinale Nervensystem und könnten damit eine Ursache des Reizdarmsyndroms sein.

Dabei produzierten Mastzellen und enterochromaffine Zellen Botenstoffe, die die intestinalen Neurone aktivieren. Die Hypersensibilität des intestinalen Nervensystems führe dazu, dass die irritierte Darmschleimhaut vermehrt neuroaktive Körpersubstanzen wie Serotonin, Histamin und Proteasen freisetze, erklärte Schemann. Diese Stoffe könnten ursächlich an der Reizdarmsymptomatik beteiligt sein, schlossen die Wissenschaftler. © hil/aerzteblatt.de

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