Albany/New York – Eine genomweite Assoziationsstudie (GWAS) bringt die sporadische Form der Parkinson-Erkrankung mit den gleichen HLA-Antigenen in Verbindung, die auch eine multiple Sklerose begünstigen. Die Studie in Nature Genetics (2010; doi: 10.1038/ng.642) wirft die Frage auf, ob der Morbus Parkinson eine autoimmune Genese haben könnte.
Das Team um Haydeh Payami vom Health Wadsworth Center in Albany im US-Staat New York hat die Gene von 2.000 Parkinson-Patienten und 2.000 Gesunden verglichen. Sie stießen dabei auf die Variante rs3129882 in der Nähe des HLA-DRA-Gens.
Dort wird das DR-Antigen kodiert, das ein wichtiger Bestandteil der T-Zell-Antwort des Immunsystems ist. Eine Reihe von Autoimmunerkrankungen ist mit HLA-DR assoziiert, darunter die multiple Sklerose. Die Genvariante rs3129882 befindet sich zwar nicht auf dem Teil des Gens, das Proteine kodiert. Frühere Studien lassen jedoch vermuten, dass es die Bildung beeinflusst.
Damit könnte eine Autoimmunreaktion an der Pathogenese der Parkinsonerkrankung beteiligt sein. Payami verweist auf frühere Studien, die nichtsteroidalen Antiphlogistika (NSAID) eine protektive Wirkung zuschreiben. Die Effektstärke wäre jedoch gering, sofern die NSAID wirklich wirksam sind.
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