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Patienten vertrauen Ärzten – Hausarztverträge spielen Nebenrolle

Dienstag, 17. August 2010

Berlin – „92 Prozent aller Versicherten, die im ver­gangenen Jahr einen Arzt konsultiert haben, sprechen diesem eine hohe oder sehr hohe Vertrauenswürdigkeit zu.“

Das erklärte der Vor­sitzende der Kassen­ärztlichen Bundes­vereinigung (KBV), Andreas Köhler bei der Vor­stellung der KBV-Versicherten­befragung am Dienstag in Berlin.

Der gleiche Wert ergab sich, wenn die Befragten um ihre Einschätzung der fachlichen Kompetenz gebeten wurden, so der KBV-Chef. Am häufigsten vergaben die Befragten die Bewertung „sehr gut“ in Hinblick auf das Vertrauensverhältnis bei Hausärzten (56 Prozent), Frauenärzten (55 Prozent), Urologen (54 Prozent) und Internisten (53 Prozent).

Die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen hatte vom 31. Mai bis 18. Juni 6.065 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger im Auftrag der KBV telefonisch befragt. Die Ergebnisse der Untersuchung sind repräsentativ für die deutschsprachige Wohnbevölkerung.

Die Telefoninterviewer fragten auch nach der hausarztzentrierten Versorgung. Diese war 59 Prozent der Befragten ein Begriff. 19 Prozent haben sich selbst in einen entsprechenden Vertrag einschreiben lassen. Die meisten Teilnehmer gibt es bei den Ab-60-Jährigen.

„Diese Rückmeldungen beweisen eindeutig, dass die hausarztzentrierte Versorgung aus Sicht der Versicherten noch nicht die große Bedeutung im Sinne der Verbesserung der Versorgung hat, wie bestimmte Akteure immer wieder behaupten“, erklärte KBV-Vorstand Carl-Heinz Müller.
Das zeigten auch die Antworten der Teilnehmer auf die Frage nach der Einschätzung, ob sich an der Versorgung etwas verändert habe. „Demnach hat sich an der Versorgung nach der Einschreibung nicht sehr viel verändert: Fast drei Viertel (73 Prozent) geben an, die Versorgung habe sich nicht verändert, 17 Prozent sehen eine Verbesserung, sechs Prozent eine Verschlechterung und vier Prozent können dazu keine Angaben machen“, erläuterte der KBV-Vorstand.

Wenig bekannt sind laut der Befragung Patientenquittungen und Kostenerstattungsmodelle: Demnach haben 20 Prozent der gesetzlich Versicherten von der Möglichkeit gehört, sich in der Arztpraxis eine sogenannte Patientenquittung ausstellen zu lassen, auf der die ärztlichen Leistungen dokumentiert sind. 80 Prozent wussten von solchen Quittungen bisher nichts.

Von dem Fünftel, dem die Patientenquittung bekannt war, haben sich nur acht Prozent in den vergangenen zwölf Monaten beim Arzt eine solche ausstellen lassen. Dies entspricht knapp zwei Prozent aller gesetzlich Versicherten. Ähnlich sieht es bei der Kostenerstattung aus. 26 Prozent aller gesetzlich Versicherten ist dieser Wahltarif bekannt, aber nur zwei Prozent haben ihn gewählt. Die große Mehrheit von 72 Prozent hingegen hat noch nichts von dieser Möglichkeit gehört. © hil/aerzteblatt.de

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Traven42
am Dienstag, 17. August 2010, 22:29

Mein Gott

............. aber wer vertraut Herrn Köhler...................... siehe Geschäftsmodell Patiomed

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