Berlin – Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) hat die Ausgabe von Patientenquittungen durch den Arzt grundsätzlich begrüßt. „Eine Patientenquittung, die die abgerechneten Leistungen des Arztes und die Kosten dokumentiert, wäre ein guter Schritt hin zu mehr Transparenz“, erklärte GKV-Verbandschefin Doris Pfeiffer am Dienstag in Berlin. Die Kassen hätten aber Sorge, dass die Ärztevertreter „durch die Hintertür das bewährte Sachleistungsprinzip durch die Kostenerstattung ersetzen wollen“.
Ärztevertreter haben sich wiederholt für einen Ausbau des Kostenerstattungsprinzips in der gesetzlichen Krankenversicherung stark gemacht, weil dies aus ihrer Sicht eine größere Transparenz schafft und Patienten stärker für die tatsächlichen Gesundheitskosten sensibilisiert.
Die Kostenerstattung als Standard für die gesetzliche Krankenversicherung würde allerdings zulasten der Patienten gehen, warnte Pfeiffer. „Wir wollen keine Verhältnisse, bei denen die Menschen aus Angst vor finanzieller Überforderung nicht mehr zum Arzt gehen.“
Bei der Kostenerstattung, die für Privatversicherte Standard ist, erhält der Patient vom Arzt eine Rechnung, die er bezahlt und anschließend bei seiner Krankenkasse einreicht, um den Gesamtbetrag oder einen Teil davon zurückzubekommen.
aerzteblatt.de |
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