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Krankenpfleger töteten seit 1990 326 Patienten

Dienstag, 17. August 2010

Witten/Herdecke – Seit 1970 töteten 35 Kranken- und Altenpfleger in Deutschland gezielt 326 Patienten. Dabei weisen die von Medien und Kollegen oft als „Todesengel“ oder „Vollstrecker“ bezeichneten Pfleger in der Regel ein eindeutiges Täterprofil auf.

Das hat Psychiater Karl Beine der Universität Witten/Herdecke ermittelt. „Sie sind meist männlich, in ihrem Team die Außenseiter und geben sich vor ihrer Tat oft zu erkennen“, resümiert Beine in seinem jetzt erschienenen Buch „Krankentötungen in Kliniken und Heimen - Aufdecken und Verhindern".

Vor diesem Hintergrund plädiert Beine dafür, Frühwarnzeichen gezielter Tötungsserien ernster zu nehmen. „In fast jedem der Fälle hätte die Umgebung mit genügend Aufmerksamkeit die Taten verhindern können“, vermutet Beine. So könnten beispielsweise eine rohe Sprache gegenüber den Patienten, fehlende Medikamente auf Station oder eine erhöhte Sterblichkeit in Anwesenheit bestimmter Mitarbeiter durchaus auf eine Tötungsserie hinweisen.

 

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  © hil/aerzteblatt.de

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adonis
am Mittwoch, 18. August 2010, 15:33

Advocatus diabolus ist ja für aktive Sterbehilfe

nun hier wären ja alle seine Wünsche erfüllt.
Um es klar zu stellen: Ich bin gegen jede Art der aktiven Sterbehilfe ( extremste Ausnahmesituationen vielleicht ausgenommen und dann nur unter wirklich multidisziplinärer Entscheidungsfindung).
promisit
am Mittwoch, 18. August 2010, 08:32

Spitze des Eisberges

Die genannte Zahl ist nur die Spitze des Eisberges. Das Thema wird in allen Einrichtungen tabuisiert. Wer länger dort tätig ist, wird diesen Verdacht immer wieder einmal still in sich tragen, aber wegen der Brisanz nicht darüber reden. Selbst Hinweise an Leitungen von Einrichtungen werden ignoriert.

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