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Krankenkassen: Beitragszahler finanzieren Mehreinnahmen der Ärzte

Donnerstag, 19. August 2010

Berlin – Die Krankenkassen haben das von der Koalition angestrebte Honorarplus für die Ärzte im nächsten Jahr kritisiert. „Es ist unverständlich, dass in diesen schwierigen Zeiten die Einnahmen der Ärzte weiter steigen sollen“, sagte die Vorstandsvorsitzende des Spitzenverbandes der Krankenkassen, Doris Pfeiffer, der in Berlin erscheinenden Tageszeitung Die Welt vom Donnerstag.

Hätte die Koalition ein „engagiertes Sparpaket“ geschnürt, hätte ein Teil der Zusatzbelastungen für die Patienten vermieden werden können, ohne dass die Versorgung schlechter geworden wäre.

„Im Ergebnis sind wieder die Beitragszahler die Gebeutelten. Sie müssen erheblich mehr zahlen, um auch im nächsten Jahr wieder Honorar- und Einnahmenzuwächse für Ärzte, Krankenhäuser und die Pharmaindustrie zu finanzieren“, sagte Pfeiffer.

Die Gesundheitspolitiker von Union und FDP hatten vereinbart, dass Krankenhäuser im nächsten Jahr nach Angaben aus Kassenkreisen 1,5 Milliarden Euro mehr bekommen sollen, die Ärzte bis zu 1,2 Milliarden Euro. © ddp/aerzteblatt.de

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adonis
am Montag, 23. August 2010, 13:01

@bussinesspaar

Wie kommen Sie darauf? Handlanger, das sind die Politiker in Berlin und in Landtagen, die neben ihrem Sitz im Parlamente noch in dem einen oder anderen lukrativen Aufsichtsrat sitzen oder mit ihren Firmen die Unternehmen "beraten". Graben Sie mal in dem dort oder noch besser sind McKiney und Co.
Businesspaar
am Montag, 23. August 2010, 09:47

Leistungserbringer??

Definieren Sie doch bitte einmal diesen Begriff. Handlanger der Pharmaindustrie wäre sicher treffender.
adonis
am Sonntag, 22. August 2010, 12:12

Grandiose Erkenntnis

"Beitragszahler finanzieren Mehreinnahmen der Ärzte " wie denn auch anders. Wer finanziert denn des Gehalt diesen grossen weissen Vogels? Auch die Beitragszahler. Unglaublich mit welcher Dummheit man ausgestattet sein darf um Sprecherin des Spitzenverbandes der Karnkenkassen zu sein.
Michael Kohlhaas
am Samstag, 21. August 2010, 14:37

"Im Ergebnis ..."

sind wieder die Leistungserbringer die Gebeutelten. Sie müssen erheblich mehr leisten, um auch im nächsten Jahr wieder das gleiche Honorar zu erzielen.

Wer es noch nicht ist, wird es nicht mehr werden: Arzt
taktgenau
am Freitag, 20. August 2010, 11:12

Einkommen?

Frau Pfeiffer verdient nicht ganz so viel wie ein Radiologe. Die meisten KK-Vorstände übrigens so viel wie durchschnittlicher Hausarzt (wenn man Praxismiete, Sprechstundenhilfe und Versicherung abzieht).

Der Vergleich im Verantwortungsbereich (Mitarbeiter, Umsatz, Kunden) fällt dabei ehr schwer.
donny385
am Freitag, 20. August 2010, 11:07

Krise vs. Aufschwung

„Es ist unverständlich, dass in diesen schwierigen Zeiten die Einnahmen der Ärzte weiter steigen sollen“...

Wenn man in letzter Zeit die Medien verfolgt hat, wurde man erschlagen von Meldungen, die den wirtschaftlichen Aufschwung postulierten.
Viele andere Berufsgruppen (z.B. Metaller, Piloten/Flugpersonal, u.a.) fordern daher ganz offiziell und legitim Lohnanpassungen und drohen ansonsten mit Streik.

Da das Gesundheitssytem durch ein Umlageverfahren finanziert wird und damit durch die Versicherten, muss ja klar sein, dass jede Kostensteigerung letztendlich auch von den Leistungsempfängern zu tragen sind. Wo soll das Geld sonst her kommen?
Businesspaar
am Freitag, 20. August 2010, 10:37

Nicht so oft zum Arzt rennen ...

... und ganz einfach einen gesunden Lebensstil an den Tag legen, dann klappt es auch mit der Gesundheit und der Beitragzahler wird dann vielleicht sogar mehrfach belohnt. Weniger oder gar keine "Chemiekeulen" schlucken, kaum noch oder nicht mehr nennenswerten gesundheitsschädlichen Nebenwirkungen ausgesetzt, möglicherweise profitiert er noch von SINKENDEN GKV-Beiträgen, hat mehr Geld zum Konsumieren in der Tasche, fühlt sich wohler, verfügt über wesentlich mehr Lebensfreude und wird glücklich, fit und vital sehr, sehr alt. ....... Ja okay, entschuldigung, gerade wieder aus dem Traum erwacht.
doc.nemo
am Freitag, 20. August 2010, 10:35

Kopplungsmanöver

Ich bin dafür, die Einkommensentwicklung der Krankenkassenfunktionäre an die Einkommensentwicklung der Hausärzte (nicht an deren Praxisumsätze!) zu koppeln - also an das, was nach Abzug aller Ausgaben übrigbleibt.
promisit
am Freitag, 20. August 2010, 09:26

Wie wahr

Wie wa(h)r den eigentlich die Gehaltentwiclung von Frau Pfeiffer in den letzten Jahren ???
polmu
am Freitag, 20. August 2010, 07:13

Wie im richtigen Leben,

da müssen auch die Beitrags- und Steuerzahler auch immer mehr bezahlen, um die Einkommensteigerungen der Körperschaftsfunktionäre und der Politiker zu finanzieren.

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