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| dpa |
Aus medizinischer Sicht ist Tai Chi eine komplexe Intervention, die körperliche, psychosoziale, emotionale, spirituelle und verhaltenstherapeutische Elemente umfasst. Dabei trainiert Tai Chi den Gleichgewichtssinn.
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Dies ist den Teilnehmern einer zugegebenermaßen kleinen Studie an 66 Fibromyalgiepatienten auch gelungen. Die Patienten wurden auf zwei Gruppen randomisiert. In einer Gruppe nahmen die Teilnehmer zweimal die Woche an einstündigen Vorträgen zur der Erkrankung teil.
In der anderen Gruppe erlernten die Teilnehmer während dieser Zeit eine vereinfachte Variante der Yang-Form, die sie täglich zuhause über 20 Minuten praktizieren sollten. Am Ende erhielten sie noch eine Instruktions-DVD, um die Übungen zuhause fortzusetzen.
Der Erfolg kann sich sehen lassen. Nach 12 Wochen hatte sich der „Fibromyalgia impact questionnaire“ (FIQ), der die Einschränkungen in Beruf und Alltag erfragt, von 63 auf 35 Punkte verbessert, während es in der Kontrollgruppe nur eine geringere Verbesserung (von 68 auf 59 Punkte) gab. Auch in sekundären Endpunkten zur Lebensqualität, zur Stimmung, Schlafqualität, Schmerzbeherrschung und körperlicher Ausdauer verzeichneten die Teilnehmer der Tai Chi-Kurse Verbesserungen.
Eine einzelne randomisierte Studie dürfte für evidenzbasierte Empfehlungen nicht ausreichen. Einem wissenschaftlichen Wirkungsbeleg entzieht sich Tai Chi jedoch mehr noch als andere altchinesische Therapien. Denn während für die Akupunktur verschiedene Formen der Scheinbehandlung entwickelt wurden, dürfte dies für die Bewegungsübungen bei Tai Chi kaum möglich sein.
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