Berlin – Gesundheitspolitiker von Union und FDP wollen die Organspende in Deutschland verbessern. Sie stellten am Montag in Berlin eine Initiative zur Änderung des Transplantationsgesetzes vor.
Danach sollen alle Krankenhäuser mit mehr als 100 Betten und einer Intensivstation mit Beatmungsplätzen bundeseinheitlich dazu verpflichtet werden, Stellen und Arbeitszeit für einen ärztlichen Transplantationsbeauftragten und -assistenten bereitzuhalten, wie der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Wolfgang Zöller (CSU), mitteilte. Die Kliniken sollen die erforderliche Arbeitszeit einräumen und die Tätigkeiten mit Vergütungszuschlägen honorieren.
Ziel der Initiative, die auch vom Obmann der CDU/CSU im Gesundheitsausschuss, Rolf Koschorrek (CDU), und der stellvertretenden FDP-Fraktionsvorsitzenden Ulrike Flach mitgetragen wird, ist eine bessere Versorgung mit Spenderorganen und eine Verkürzung von Wartezeiten für Organempfänger.
aerzteblatt.de |
Flach erklärte, die zentrale Aufgabe des Transplantationsbeauftragten müsse es sein, den Hirntod eines potenziellen Spenders zu diagnostizieren. Zu den weiteren Kernaufgaben zähle es, mit Patienten, die als potenzielle Organspender infrage kommen, und ihren Angehörigen Gespräche hinsichtlich einer eventuellen postmortalen Organspende zu führen.
| Versenden | Teilen |
Leserkommentare
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.