Finnische Behörden empfehlen Aussetzung der Schweinegrippe-Impfung
Dienstag, 24. August 2010
Helsinki – Nach einer Häufung von Fällen der sogenannten Schlafkrankheit bei Kindern hat das staatliche Gesundheitsinstitut in Finnland dazu geraten, das Schweinegrippe-Impfmittel Pandemrix vorerst nicht mehr zu verwenden.
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„Zum gegenwärtigen Zeitpunkt gibt es keine Grippe-Epidemie, eine sofortige Impfung ist deshalb nicht notwendig“, erklärte heute das Institut. Es wies zudem darauf hin, dass ein Großteil der Bevölkerung gegen das H1N1-Virus bereits immun sei.
Nach Angaben des Instituts wurden bisher sechs Fälle registriert, bei denen Kinder nach der Impfung an Narkolepsie erkrankten. Dies entspreche dem normalen statistischen Wert. Besorgnis lösten jedoch neun weitere Fälle aus, bei denen ein Zusammenhang mit der Impfung vermutet wird.
Auch Schweden untersucht bereits einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Impfmittel des britischen Pharmakonzerns GlaxoSmithKline und dem plötzlichen Schlafdrang. Ärzte weisen allerdings darauf hin, dass die Schweinegrippe selbst Narkolepsie auslösen kann. Bis die Untersuchungen abgeschlossen sind, können Monate vergehen.
In der EU wurden bislang rund 30 Millionen Menschen gegen das Virus geimpft. Von den 2,5 Millionen Finnen, die geimpft wurden, litten rund 750 an Nebenwirkungen wie Fieber, Kopfschmerzen oder Husten.
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