Greifswald – Die Desinfektion der Hände am Arbeitsplatz schützt nachweisbar vor weit verbreiteten und wiederkehrenden Masseninfektionen. Das belegt eine Studie der Universität Greifswald. Demnach leiden Angestellte, die sich regelmäßig die Hände desinfizieren, deutlich seltener an Erkältungskrankheiten und Durchfallerkrankungen.
Die Greifswalder Studie verglich die Infektionsrate von Verwaltungsangestellten, die sich mehrmals täglich die Hände mit alkoholhaltigen Desinfektionsmitteln desinfizierten, mit einer Kontrollgruppe, die kein Desinfektionsmittel benutzte. Dabei stellte sich heraus, dass die desinfizierten Studienteilnehmer am Arbeitsplatz deutlich seltener mit Erkältung, Fieber und Husten zu kämpfen hatten.
Auch die Zahl der Krankmeldungen aufgrund grippaler Infekte ging durch die Händedesinfektion stark zurück. Insbesondere galt das für den Arbeitszeitausfall aufgrund von Durchfallerkrankungen. „Händedesinfektion ist eine kostengünstige Möglichkeit der betrieblichen Gesundheitsförderung“, resümierte Studienleiter Axel Kramer.
Krankmeldungen und verringerte Produktivität aufgrund von Infektionskrankheiten sind weltweit ein volkswirtschaftliches Problem. Da Erkältungskrankheiten oder milde Fälle von Magen-Darm-Infektionen selten tödlich sind und oft ohne ärztliche Behandlung wieder verschwinden, stehen sie aber meist nicht im Beobachtungsfokus.
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