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Zunahme des Rektumkarzinoms bei jungen Menschen

Dienstag, 24. August 2010

Philadelphia – In den USA erkranken immer häufiger jüngere Menschen an einem Rektumkarzinom. Onkologen raten in Cancer (2010; doi: 10.1002/cncr.25432) bei unklaren Blutungen immer zu einer Früherkennungsuntersuchung.

Kolorektale Karzinome vor dem 40. Lebensjahr sind selten. Das US-amerikanische Krebsregister SEER (Surveillance Epidemiology and End Results) verzeichnete in den Jahren 1973 bis 2005 nur 7.661 Meldungen. Beim Kolonkarzinom sind die Erkrankungszahlen in diesem Zeitraum stabil geblieben, wie Joshua Meyer vom Fox Chase Cancer Center in Philadelphia in einer retrospektiven Analyse herausfand.

Beim Rektumkarzinom kam es 1984 erstmals zu einer Zunahme. Die Inzidenz steigt seither um 3,8 Prozent pro Jahr an. Auch wenn ein Rektumkarzinom bei einem unter 40-Jährigen ein seltenes Ereignis sei, rät Meyer allen Proktologen doch, bei analen Blutungen nicht automatisch auf ein Hämorrhoidalleiden zu tippen, sondern in jedem Fall eine Endoskopie durchzuführen.

Der Anstieg ist auf Tumoren im Rektum und im Rektosigmoid-Übergang beschränkt. Krebserkrankungen im Sigmoid sind nicht häufiger geworden. Meyer macht keine Angaben zu den Ursachen des Anstiegs. Sie dürften allerdings in veränderten Sexualpraktiken zu suchen sein.

Infektionen mit humanen Papillomaviren sind ein wichtiger Risikofaktor für das Rektumkarzinom. Dies trifft übrigens auch auf Karzinome im Bereich der Mundschleimhaut zu, deren Inzidenz in den letzten Jahren ebenfalls angestiegen ist, wie andere Untersuchungen gezeigt haben. © rme/aerzteblatt.de

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adonis
am Mittwoch, 25. August 2010, 07:39

Also: Gegen HPV impfen!!

das wäre zumindest eine Möglichkeit diese Schicksale zu ersparen.

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