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Ärzteschaft

Rund 80 Prozent der Hausärzte beteiligen sich an Protesten

Freitag, 27. August 2010

München – Rund 80 Prozent der bayerischen Hausärzte haben heute mit Praxisschließungen ihren Protest gegen die Reformpläne von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) fortgesetzt. Der Vorsitzende des Bayerischen Hausärzteverbandes, Wolfgang Hoppenthaller, sagte, die Beteiligung sei unverändert hoch. Dabei seien ländliche Regionen wesentlich stärker betroffen als Ballungszentren.

Mit ihrer zweitägigen Protestaktion wehren sich die Mediziner gegen Röslers Plan, die Sondervergütungen für Hausarztverträge zu kürzen. Sie fordern, dass die bisherigen Verträge unverändert bestehen bleiben. Die vorübergehenden Praxisschließungen in Bayern sind möglicherweise der Auftakt zu weiteren Aktionen in ganz Deutschland.

Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB), Gabriel Schmidt, erklärte, in ihren Vermittlungs- und Beratungszentralen seien am ersten Protesttag fast fünfmal mehr Anrufe von Patienten eingegangen als an einem normalen Donnerstag.

Die ambulante Versorgung der Bürger sei aber zu jedem Zeitpunkt sichergestellt gewesen. Die KVB habe nahezu allen Patienten bei der Suche nach einer geöffneten Hausarztpraxis in ihrer Region helfen können.

Die bayerische Staatsregierung benannte unterdessen in einem Gutachten, das dem Bayerischen Rundfunk nach eigenen Angaben vorliegt, Schwachstellen bei der Gesundheitsreform. Kritikpunkt ist danach vor allem das Verfahren, wie die Zusatzbeiträge der Versicherten erhoben werden sollen. © ddp/aerzteblatt.de

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adonis
am Montag, 30. August 2010, 07:41

Richtig Oma Kasupke

Ich frage mich auch warum Afghanistan mit 2 Ärzten auf 10.000 Einwohner aus kommt und hier in Deutschland braucht man 34. Ich denke wir machen es wie in Afghanistan. Eine grosse Schlange am Münchner Stachus wo sich alle kranken Patienten hineinstellen und dann geht es um 08.00 los. Wer um 17.00 noch da ist muss halt morgen wieder kommen. Das senkt die Beitragskosten für die Krankenkassen enorm. Irgendwelche Einwände?
Oma Kasupke
am Montag, 30. August 2010, 06:58

Versorgung sei trotzdem sichergestellt gewesen

>Die ambulante Versorgung der Bürger
>sei aber zu jedem Zeitpunkt sichergestellt gewesen.
>Die KVB habe nahezu allen Patienten bei der Suche
>nach einer geöffneten Hausarztpraxis in ihrer Region helfen können.

Ja, worin besteht denn dann das Problem, wenn die Versorgung der Bürger sichergesetllt ist,obwohl sich 80 Prozent der Hausärzte an den Praxisschließungen besteiligt haben.

Schließt doch diese Praxen dauerhaft und verteilt das Geld einfach gleichmäßig auf die dann verbleibenden 20 Prozent an Ärzten. Nach Adam Riese entfiele dann auf jeden der Übriggebliebenen sowohl durchschnittlich als auch median das Fünffache an GKV-Honorar.
richtigsteller
am Samstag, 28. August 2010, 14:15

richtig so

Leider gibt es nur in Bayern eine derart gut organisierte Prostestwelle von Seite der Ärzte. In Baden-Württemberg und dem Rest der Republik findet man sich lieber mit den Diktaten von oben ab anstatt sinnvoll und spürbar zu protestieren. Weiter so Bayern!

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