München – Rund 80 Prozent der bayerischen Hausärzte haben heute mit Praxisschließungen ihren Protest gegen die Reformpläne von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) fortgesetzt. Der Vorsitzende des Bayerischen Hausärzteverbandes, Wolfgang Hoppenthaller, sagte, die Beteiligung sei unverändert hoch. Dabei seien ländliche Regionen wesentlich stärker betroffen als Ballungszentren.
Mit ihrer zweitägigen Protestaktion wehren sich die Mediziner gegen Röslers Plan, die Sondervergütungen für Hausarztverträge zu kürzen. Sie fordern, dass die bisherigen Verträge unverändert bestehen bleiben. Die vorübergehenden Praxisschließungen in Bayern sind möglicherweise der Auftakt zu weiteren Aktionen in ganz Deutschland.
Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB), Gabriel Schmidt, erklärte, in ihren Vermittlungs- und Beratungszentralen seien am ersten Protesttag fast fünfmal mehr Anrufe von Patienten eingegangen als an einem normalen Donnerstag.
aerzteblatt.de |
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