Suchen in

  • Archiv
  • News
  • Foren
  • Blogs
  • Preise
4.645 News Vermischtes

Vermischtes

Ärzte sind bei Verordnung starker Schmerzmittel unsicher

Montag, 30. August 2010

Boppard – Bei der Verordnung starker Schmerzmittel sind viele Ärzte nicht auf dem aktuellen Stand. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes (DGSS) mit Bezug auf eine aktuelle Umfrage des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus in Dresden hin.

Anzeige

Demnach verordneten zwar mehr als 80 Prozent der Ärzte regelmäßig Opioide gegen starke Schmerzen, nur ein Bruchteil der Mediziner konnte jedoch Fragen zur Anwendung und Medikamentenwahl nach aktuellem wissenschaftlichem Kenntnisstand richtig beantworten.

Nach den Einsatzgebieten von Opioiden gefragt, nannten fast alle Befragten korrekt Tumorschmerzen. Die Hälfte konnte weitere Diagnosen nennen, bei denen Opioide infrage kommen.

Bis zu 13 Prozent gaben allerdings auch Einsatzgebiete an, bei denen Opioide von Spezialisten eindeutig abgelehnt werden, wie beispielsweise Kopfschmerzen. Auch bei der Dosierung mangelt es an Wissen. So würden mehr als 40 Prozent ein schnell wirksames Medikament, das bei Bedarf gegeben wird, unterdosieren.

Zudem schätzten die befragten Mediziner die Nebenwirkungen von Opioiden häufig falsch ein. „Besonders psychische Abhängigkeit und seltene Nebenwirkungen werden überschätzt“, so die Dresdener Forscher.

Dies und die wenig bekannten rechtlichen Bedingungen bei der Verordnung von Betäubungsmitteln könnten aus ihrer Sicht Gründe dafür sein, dass Ärzte im Zweifel keine Opioide verschreiben, auch wenn das sinnvoll wäre.

„Andererseits kann die mangelnde Therapiekenntnis im Umgang mit Opioiden aber auch zu einem unkritischen Einsatz der Präparate mit einer Gefährdung des Patienten führen“, warnten die Forscher. Sie empfehlen deshalb eine intensivere schmerzmedizinische Aus- und Weiterbildung von Medizinstudierenden und Ärzten. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

adonis
am Dienstag, 31. August 2010, 11:40

Ich würde doch ehr sagen: Es gibt hier nicht den Stein des Weisen

ûber Ärzte, die ihre Patienten Tag täglich betreuen ist sehr einfach als Fachgesellschaft zu urteilen und mehr oder weniger Inkompetenz vorzuwerfen. In der Praxis sieht das Leben leider ein wenig anders aus. Daneben kann man Fachbücher miteinander vergleichen und da gibt es wie im wahren Leben Abweichungen und andere Vorstellungen. Jeder von uns lernt gerne dazu. Aber wenn ich nur mal sehe, wie "Spezialisten" ihre Meinung wechseln wie die Unterhose, dann frage ich mich, wie man die Patienten denn "richtig" führen soll. Die Patienten brauchen eine gewisse Kontinuität und bei der fehlt es oft in den "Spezialzentren". Wird dann ein Patient rebellisch, so wird er halt an seinen Hausarzt verwiesen, der nun das Problem schaukeln soll.
  • Drucken
  • Kommentieren
  • Teilen
  • Versenden
  •  
    Merken

Login

E-Mail

Passwort


Passwort vergessen?

Registrieren

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Merkliste