Demnach verordneten zwar mehr als 80 Prozent der Ärzte regelmäßig Opioide gegen starke Schmerzen, nur ein Bruchteil der Mediziner konnte jedoch Fragen zur Anwendung und Medikamentenwahl nach aktuellem wissenschaftlichem Kenntnisstand richtig beantworten.
Nach den Einsatzgebieten von Opioiden gefragt, nannten fast alle Befragten korrekt Tumorschmerzen. Die Hälfte konnte weitere Diagnosen nennen, bei denen Opioide infrage kommen.
Bis zu 13 Prozent gaben allerdings auch Einsatzgebiete an, bei denen Opioide von Spezialisten eindeutig abgelehnt werden, wie beispielsweise Kopfschmerzen. Auch bei der Dosierung mangelt es an Wissen. So würden mehr als 40 Prozent ein schnell wirksames Medikament, das bei Bedarf gegeben wird, unterdosieren.
Zudem schätzten die befragten Mediziner die Nebenwirkungen von Opioiden häufig falsch ein. „Besonders psychische Abhängigkeit und seltene Nebenwirkungen werden überschätzt“, so die Dresdener Forscher.
Dies und die wenig bekannten rechtlichen Bedingungen bei der Verordnung von Betäubungsmitteln könnten aus ihrer Sicht Gründe dafür sein, dass Ärzte im Zweifel keine Opioide verschreiben, auch wenn das sinnvoll wäre.
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Ich würde doch ehr sagen: Es gibt hier nicht den Stein des Weisen
ûber Ärzte, die ihre Patienten Tag täglich betreuen ist sehr einfach als Fachgesellschaft zu urteilen und mehr oder weniger Inkompetenz vorzuwerfen. In der Praxis sieht das Leben leider ein wenig anders aus. Daneben kann man Fachbücher miteinander vergleichen und da gibt es wie im wahren Leben Abweichungen und andere Vorstellungen. Jeder von uns lernt gerne dazu. Aber wenn ich nur mal sehe, wie "Spezialisten" ihre Meinung wechseln wie die Unterhose, dann frage ich mich, wie man die Patienten denn "richtig" führen soll. Die Patienten brauchen eine gewisse Kontinuität und bei der fehlt es oft in den "Spezialzentren". Wird dann ein Patient rebellisch, so wird er halt an seinen Hausarzt verwiesen, der nun das Problem schaukeln soll.
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