Marburg – Die Universitätsklinik Gießen/Marburg (UKGM) hat am Standort Marburg eine neue Schwerpunktstation für Depressive eingerichtet. Das Team der neuen Schwerpunktstation setzt die diagnostischen und therapeutischen Empfehlungen der neuen Nationalen Versorgungsleitlinie Depression der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) in die Praxis um.
Demnach haben Psychotherapie und medikamentöse Therapie in der Depressionsbehandlung einen gleich hohen Stellenwert und sollten bei schweren Depressionen kombiniert werden.
Auf der Schwerpunktstation erhalten die depressiven Patienten deshalb nicht nur Antidepressiva sondern lernen im Rahmen psychoedukativer Gruppen beispielsweise auch, ihre Krankheit besser zu verstehen.
Sie erfahren unter anderem, wie die Depression sich über negative Gedanken und sozialen Rückzug selbst verstärkt (Depressionsspirale) und mit was sie selbst dagegen tun können. Weiterhin werden Gruppen- und Einzelgespräche in spezifischen Psychotherapieverfahren angeboten.
Depression ist eine häufige psychische Erkrankung, die zu einem enorm hohen Leidensdruck führt. Jeder fünfte bis sechste Mensch erkrankt im Laufe seines Lebens an einer Depression. Frauen sind dabei etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer.
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