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Ausland

CDU-Europaabgeordneter drängt auf striktes Verbot von PID

Mittwoch, 1. September 2010

Berlin – Der CDU-Europaabgeordnete Peter Liese hat den Bundestag zu einem strikten Verbot der Präimplantationsdiagnostik (PID) aufgerufen. Erfahrungen im Ausland zeigten eindeutig, dass eine Begrenzung dieser genetischen Untersuchung auf schwerwiegende Fälle praktisch nicht möglich sei, sagte Liese am Mittwoch in Berlin.
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Juristisch sei es nur sehr schwer fassbar, ob eine Erkrankung als schwerwiegend eingestuft werden könne. Anfang Juli hatte der Bundesgerichtshof (BHG) in einem Grundsatzurteil festgestellt, dass die PID nicht gegen das Embryonenschutzgesetz verstößt und damit straffrei bleibt. Bei der PID werden im Reagenzglas erzeugte Embryonen auf Gendefekte untersucht und im Fall von Schäden vernichtet.

Liese, der Vorsitzender der Bioethik-Gruppe der EVP-Fraktion im Europaparlament ist, äußerte die Erwartung, das BHG-Urteil werde mittel- und langfristig dramatische Auswirkungen auf den Embryonenschutz in Deutschland haben. Er nannte es schockierend, dass führende Unionspolitiker wie Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) nicht klar gegen das Urteil Position bezogen hätten.

Liese verwies auf das CDU-Grundsatzprogramm. Dort heiße es wörtlich: „Wir treten für ein Verbot der Präimplantationsdiagnostik ein.“ © kna/aerzteblatt.de

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