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Schweizer befürworten Sterbehilfe

Donnerstag, 2. September 2010

Zürich – Die Mehrheit der Schweizer will selbstbestimmt über ihr Lebensende entscheiden und befürwortet die Möglichkeit von Sterbehilfe und Suizidbeihilfe. Das ist das Ergebnis einer Studie der Universität Zürich. Allerdings würden nur 36 Prozent selbst die Hilfe einer Sterbehilfe-Organisation in Anspruch nehmen.

„Diese Einstellungen korrespondieren mit einer positiven Sicht auf das selbstbestimmte Sterben und einer schwach ausgeprägten Religiosität“, erklärte Christian Schwarzenegger von der Universität Zürich.

So würde eine Mehrheit der Schweizer auch die heute verbotene, direkte aktive Sterbehilfe für Menschen erlauben, die an einer tödlichen Krankheit im Endstadium leiden. Suizidbeihilfe für hochbetagte Lebensmüde oder Menschen mit schweren psychischen Krankheiten stößt dagegen nur auf geringe Zustimmung.

Wie die Studie weiter zeigt, wollen 86 Prozent der Befragten, dass primär Ärzte oder speziell ausgebildete Pflegekräfte bei der Selbsttötung mitwirken. Weniger als die Hälfte der Befragten (43 Prozent) waren der Ansicht, dass Suizidbeihilfe auch durch ausgebildete Mitarbeiter von Sterbehilfe-Organisationen durchgeführt werden sollte. „Die Schweizer bevorzugen also ein Modell des ärztlich assistierten Suizids“, so Schwarzenegger. © hil/aerzteblatt.de

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