Sachsens Medizinabsolventen halten dem Land die Treue
Donnerstag, 2. September 2010
Dresden – Sachsens Medizinstudierende sind mit den Studienbedingungen im Land zufrieden, schätzen ihren Berufsstart jedoch als problematisch ein. Das hat die erste Sächsische Absolventenstudie vom Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK) ergeben.
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Demnach zeichnet den sächsischen Ärztenachwuchs aber auch ein großer Lokalpatriotismus aus: Fast zwei Drittel der Medizinstudierenden finden ihre Arbeitsstelle in Sachsen. In allen anderen Fächergruppen beträgt dieser Anteil nur etwa die Hälfte.
Im Vergleich zu anderen Fächergruppen beurteilten die Medizinstudierenden die Studienorganisation (51 Prozent) und die Lehre (47 Prozent) der Medizinfakultäten im Freistaat überdurchschnittlich oft mit gut oder sehr gut. Etwas seltener erhielten Kontakt und Betreuung (43 Prozent) sowie die räumliche und technische Ausstattung (41 Prozent) gute Noten.
Nachholbedarf sehen die Absolventen im Bereich der Fremdsprachenausbildung und der fachlichen Vertiefungsmöglichkeiten. Trotzdem würden 67 Prozent der befragten Medizinabsolventen wieder das gleiche Fach, den gleichen Hochschultyp und die gleiche Hochschule wählen.
Dagegen schätzen die angehenden Ärzte ihren Berufsstart jedoch als wesentlich problematischer ein als die Absolventen anderer Fächer. So zeichnet sich der Einstieg in den ärztlichen Berufsweg offenbar vor allem durch eine „hohe Arbeitsbelastung“ (57 Prozent), „fehlende/unzureichende Einarbeitung” (41 Prozent) „fehlendes Feedback” (39 Prozent) und die schwierige Vereinbarkeit von Familie und Beruf (34 Prozent) aus.
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