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Politik

Zwangsrabatte bei Arzneimitteln sorgen für Diskussion

Donnerstag, 2. September 2010

Berlin – In der Debatte um das Arzneimittel­sparpaket hat der Verband der privaten Krankenversicherung (PKV) sich hinter die Koalitionspläne gestellt, den erhöhten Zwangsrabatt auf Arzneimittel auch Privatversicherten zugänglich zu machen. Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) hatte dies als verfassungsrechtlich unzulässig kritisiert.

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„Es ist sachlich nicht zu rechtfertigen, dass Patienten in Deutschland für das selbe Medikament aus der selben Apotheke unterschiedlich hohe Preise zahlen sollen, nur weil sie unterschiedlich versichert sind“, kommentierte PKV-Direktor Volker Leienbach. Eine solche Verzerrung habe mit sozialer Marktwirtschaft nichts zu tun.

„Deshalb zielt die Kritik des BPI ins Leere“, so Leienbach. Die wirkungsgleiche Übertragung der Arzneimittelrabatte auf die Privatversicherten sei verfassungsrechtlich unangreifbar. Denn die Krankenversicherung zähle zum Existenzminimum.

Dazu gehört dem PKV-Direktor zufolge auch, dass die Versicherungsbeiträge bezahlbar bleiben müssen. „Dies entspricht den Belangen des Gemeinwohls, die nach ständiger Rechtsprechung des Verfassungsgerichts durchaus eine gesetzliche Regelung von Arzneimittelrabatten rechtfertigen, zumal sie die Pharmaunternehmen nicht unverhältnismäßig belasten“, erklärte Leienbach. Die Pläne der Koalition, die allgemeinen Arzneimittelrabatte allen Versicherten zugänglich zu machen, seien somit folgerichtig und sachgerecht. © hil/aerzteblatt.de

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Businesspaar
am Freitag, 3. September 2010, 08:45

...mehr als Bäckereien :-))

...wir wollen doch den Damen und Herren der Apothekerzunft keinen Wettbewerb zumuten ... In unserem Kiez gibt im Umkreis von 400 mtr. mehr Apotheken als Bäckereien ... Wenn die Lobby groß genug ist, dann funktionert immer auch die entsprechende Abzocke :-)).
Thelber
am Donnerstag, 2. September 2010, 22:15

Wer die Arzneimittelpreise im (europäischen) Ausland anschaut ...

.... der findet sicher noch jede Menge Sparpotential !!!

Auch bin ich mir nicht so sicher, ob in einem Dorf mit 3000 Einwohnern 2 Apotheken wirklich erforderlich sind .... und im 2 km entfernten Nachbardorf mit ebenfalls ca. 2000 Einwohnern noch einmal eine .... Macht 3 Apotheken im Umkreis von 3 km für 7500 Einwohner insgesamt ....
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