Hannover – Männer, die neben ihrem Beruf hilfsbedürftige Angehörige pflegen, macht die Doppelbelastung mehr zu schaffen als Frauen. Das berichtete heute die Techniker Krankenkasse (TK) in Hannover unter Berufung auf eigene Daten. Männern fällt es demnach deutlich schwerer, allen Rollen gerecht zu werden. Zugleich verleugnen sie ihre Belastung.
Während Frauen eher dazu neigen, trotz des Stresses einen gesunden Ausgleich zu finden und sich Probleme auch eher von der Seele reden, verdrängen Männer den Stress, statt sich einzugestehen, dass sie überfordert sind. Stattdessen rauchen sie mehr, trinken mehr Alkohol und neigen zu Frustessen - was sich wiederum negativ auf ihre Gesundheit auswirkt, erklärte die TK.
Nach Schätzungen des Statistischen Bundesamtes wird die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Deutschland in den nächsten 20 Jahren von heute 2,3 Millionen auf 3,4 Millionen im Jahr 2030 steigen. Die meisten Patienten werden zu Hause von Angehörigen gepflegt.
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