Griechenland geht härter gegen Raucher vor
Donnerstag, 2. September 2010
Athen – Griechenland geht härter gegen Raucher vor. Nachdem ein bereits 2009 erlassenes Rauchverbot für öffentliche Plätze weitgehend folgenlos geblieben war, trat gestern ein neues Gesetz in Kraft.
Damit werde das Land „nicht nur wirtschaftlich, sondern auch im Alltag lebenswerter“, sagte Ministerpräsident Giorgos Papandreou, seines Zeichens Nichtraucher. Die Griechen sind europaweite Spitzenreiter beim Tabakkonsum, fast 40 Prozent der Griechen rauchen.
Ziel des dritten Anti-Tabak-Gesetzes seit 2002 ist die Durchsetzung eines im Juli vergangenen Jahres verabschiedeten öffentlichen Rauchverbots, das aufgrund fehlender Kontrollen und Sanktionen nicht wirkte.
Künftig soll Tabakkonsum in öffentlichen Räumen sowohl am Arbeitsplatz als auch in der Freizeit mit Strafen zwischen 50 und 500 Euro geahndet werden. Verantwortliche Betreiber müssen bei Verstößen sogar mit Geldbußen zwischen 500 und 10.000 Euro rechnen, bis hin zur Schließung im Wiederholungsfall.
Laut Gesundheitsministerium werden alle Polizeieinheiten in die Kontrollen mit einbezogen, zudem soll es eine Gratis-Hotline geben, die Beschwerden und Hinweise entgegennimmt. Allerdings kündigte Ministerin Mariliza Xenogiannakopoulou eine einmonatige Übergangsfrist bis zur wirklichen Kontrolle der neuen Regeln an. Spielbanken und Diskotheken mit mehr als 300 Quadratmetern Fläche erhalten bis Juni kommenden Jahres Zeit, sich umzustellen. © afp/aerzteblatt.de
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