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| ddp |
Nach Angaben von Ballast wurde das vor einem Jahr eingeführte Internetportal der Ersatzkassen http://www.pflegelotse.de/ bereits mehr als 17 Millionen Mal angeklickt. Der Pflegelotse gibt Auskunft über Adressen und Vertragsdaten aller rund 23.000 ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen.
aerzteblatt.de |
Die Hospiz-Stiftung forderte Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) auf, den beteiligten Pflegediensten und den Krankenkassen eine Frist bis Oktober für die Verbesserung ihrer Qualitätskriterien zu setzen.
Der geschäftsführende Vorstand, Eugen Brysch, bezeichnete in der heutigen Ausgabe der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ die bisherigen Bewertungskriterien als „System zur Verschleierung der Pflegedefizite“.
Gravierende Mängel, zum Beispiel bei der schmerztherapeutischen Versorgung und der Versorgung von Wundgeschwüren könnten durch gute Noten in anderen Bereichen ausgeglichen werden. „Diese Weichspülerkriterien müssen endlich weg“, forderte Brysch.
Auch die Linkspartei mahnte Nachbesserungsbedarf an. „Die Gesamtnoten der Prüfberichte zeichnen ein unklares Bild der Qualität von Pflegeeinrichtungen“, kritisierte die pflegepolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion, Kathrin Senger-Schäfer.
Der Münchner Pflegeexperte Claus Fussek zweifelt am Erfolg des Pflege-TÜV. Die Bilanz sehe ernüchternd aus, sagte er MDR INFO. Die ganze Pflegelandschaft erhalte überwiegend gute und sehr gute Noten. Mit dem, was aus den Heimen bekannt sei, habe das nichts zu tun.
Die Pflegeheime und ambulanten Pflegedienste werden seit vergangenem Juli nach neuen Vorgaben geprüft. Dabei werden Noten ähnlich den Schulnoten vergeben. Die Pflegequalität soll damit transparenter werden. Kritiker beklagen seit längerem, dass die tatsächliche Qualität der Heime durch das Benotungssystem verschleiert werde.
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