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Ärzteschaft

Niedersachsen schafft finanzielle Anreize für zukünftige Hausärzte

Freitag, 3. September 2010

Hannover - Das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration hat in Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) ein neues Fördersystem für Medizinstudierende geschaffen. Ziel ist es, die Allgemeinmedizin im Medizinstudium zu stärken und dadurch qualifizierte Nachwuchsärzte für die ländlichen Regionen in Niedersachsen zu gewinnen.

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Dazu fördern Sozialministerium und KVN angehende Ärzte, die sich im Praktischen Jahr (PJ) für das Wahlfach „Allgemeinmedizin“ entscheiden. Insgesamt stellt die Landesregierung für die Jahre 2010, 2011 und 2012 dazu jeweils 96.000 Euro pro Jahr bereit.

Mit diesem Geld werden PJ-Studenten der Medizinischen Hochschule Hannover und der Universitätsmedizin Göttingen finanziell unterstützt, die ihr PJ-Tertial (16 Wochen) in der Praxis eines in Niedersachsen zugelassenen und für die PJ-Ausbildung besonders qualifizierten Hausarztes absolvieren.

Die Förderung fällt je nach hausärztlichem Versorgungsgrad unterschiedlich aus. Liegt die Praxis, in der der angehende Arzt sein Wahlfach absolviert, in einem Planungsbereich in dem der Versorgungsgrad bei den Hausärzten bei 95 Prozent oder höher liegt, erhält er monatlich 400 Euro. Für das 16-wöchige Tertial also 1.600 Euro. Liegt die Praxis in einem Planungsbereich, in dem der hausärztliche Versorgungsgrad niedriger liegt, erhält der PJler 600 Euro monatlich, also 2.400 Euro insgesamt.

„Mit den zur Verfügung stehenden Landesmitteln können 40 bis 60 PJ-Studenten pro Jahr gefördert werden. Bislang entscheiden sich nur rund 20 PJler jährlich für das Wahlfach ‚Allgemeinmedizin‘. Diese Zahl soll stabilisiert und gesteigert werden“, sagte KVN-Vorstand Eberhard Gramsch. © hil/aerzteblatt.de

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anabell
am Samstag, 4. September 2010, 13:33

PJler-Förderung nicht zielführend!

Das im PJ gewählte Wahlfach entspricht häufig nicht dem späteren Fach der Weiterbildung. Eine finanzielle Förderung von PJlern wäre allenfalls dann sinnvoll, wenn damit die Auflage verbunden wäre, auch die Weiterbildung in Allgemeinmedizin abzuleisten. Ansonsten ist das Geld fehlinvestiert.
Zielführender wäre es, die Niederlassung von Allgemeinmedizinern u.a. Fachärzten in unterversorgten Gebieten durch finanzielle Anreize zu fördern.
Thelber
am Freitag, 3. September 2010, 21:10

Ja ja, ...

.... so langsam ist es an der Zeit, zu handeln ....

Guten Morgen - Politik !!
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