Dresden – Das sächsische Kabinett hat eine Arbeitsgruppe zur Bekämpfung des drohenden Ärztemangels eingerichtet. Diese soll bis März kommenden Jahres 20 Maßnahmen prüfen, die eine flächendeckende Gesundheitsversorgung im Freistaat sichern sollen.
Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Sachsen begrüßte die Landesinitiative. „Wir freuen uns, dass das Thema Ärztemangel in Sachsen auch politisch zur Chefsache gemacht wird“, erklärte Klaus Heckemann, Vorstandsvorsitzender der KV Sachsen. Die Politik habe offensichtlich erkannt, dass die bereits ergriffenen Maßnahmen allein die drohenden Versorgungslücken im Land nicht schließen könnten.
Auch Sachsens Gesundheitsministerin Chistine Clauß hält die bisherigen Lösungsansätze nicht für ausreichend, um den drohenden Ärztemangel im Freistaat abzuwenden. Sie sprach sich dafür aus, bei der universitären Ausbildung ein sächsisches Sonderkontingent einzuführen, um die Zahl der Studienplätze für Humanmedizin an den Hochschulen im Freistaat zu erhöhen.
Auch ein Sonderkontingent für Studenten, die sich zur späteren Niederlassung als Landarzt verpflichteten, sei denkbar. Heckemann bezeichnete diese Vorschläge als „wirkungsvollen Stimulus dafür, dass die Universitäten ihre Ausbildung noch praxisgerechter und verstärkt auf den Focus Allgemeinmedizin gerichtet, gestalten“.
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