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Ärzteschaft

Einzelpraxis weiterhin häufigste Niederlassungsform

Dienstag, 7. September 2010

Düsseldorf - Ärzte lassen sich am liebsten mit einer Einzelpraxis nieder. Das ist das Ergebnis der „Existenzgründungsanalyse für Ärzte 2008/2009“ der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank) und des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung in der Bundesrepublik Deutschland (ZI). Demnach entschieden sich drei Viertel der Existenzgründer in den neuen Bundesländern für eine Einzelpraxis, in den alten Bundesländern waren es 52,8 Prozent.

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„Die Ärzte sind von der Einzelpraxis überzeugt und wählen daher diesen Weg in die Selbstständigkeit“, erläuterte Georg Heßbrügge, Bereichsleiter Gesundheitsmärkte und -politik bei der apoBank. Die Kosten für die Niederlassung variierten regional sehr stark: „Hausärzte mussten in den alten Bundesländern für eine Neugründung 26,5 Prozent, für die Übernahme 50 Prozent mehr einplanen als ihre Kollegen in den neuen Bundesländern“, so Heßbrügge.

Demnach mussten Hausärzte in den alten Bundesländern für eine Neugründung 124.000 Euro finanzieren. In den neuen Bundesländern beliefen sich die Finanzierungsvolumina auf durchschnittlich 98.000 Euro. Hausärzte, die eine Praxis übernahmen, mussten in den alten Bundesländern 162.000 Euro ansetzen. In den neuen Bundesländern schlug eine Praxisübernahme mit 108.000 Euro zu Buche.

Die Analyse belegt gleichzeitig, dass Ärzte immer häufiger auf Kooperationen setzen. Hierzu zählen neben Berufsausübungsgemeinschaften (BAG) auch Praxisgemeinschaften und andere neue Existenzgründungsformen. „2008/2009 ging fast jeder zweite Niederlassungswillige in den alten Bundesländern eine Kooperation ein“, sagte Heßbrügge. In den neuen Bundesländern falle dieser Anteil geringer aus: Nur 25,5 Prozent entschieden sich für eine Kooperation. © hil/aerzteblatt.de

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