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Pilotprojekt hilft Angehörigen von Glücksspielsüchtigen

Mittwoch, 8. September 2010

München – Die Bayerische Akademie für Sucht- und Gesundheitsfragen (BAS) startet Mitte September in vier bayerischen Städten ein Pilotprojekt zur Glücksspielsucht. Das „EntlastungsTraining für Angehörige pathologischer und problematischer Glücksspieler“ (ETAPPE) richtet sich speziell an Angehörige, Freunde und Bekannte von Süchtigen.

„Während es zahlreiche Beratungs- und Hilfsangebote für Spieler gibt, stehen Angehörige mit ihren Sorgen, ihren Schuldgefühlen und Fragen alleine da“, sagte Ursula Buchner von der BAS. Diese Lücke soll das Projekt schließen. Angehörige wollen der Akademie zufolge den Spielern zwar häufig helfen, wüssten aber nicht, was sie tun könnten. „Hier setzt ETAPPE an“, so Buchner.

Das Programm vermittele an sieben Abenden Informationen zur Glücksspielsucht, zu rechtlichen und finanziellen Fragen. In der Gruppe können die Angehörigen außerdem mit anderen Betroffenen über ihren Umgang mit der Glücksspielsucht und Problemen sprechen.

Das Pilotprojekt ETAPPE findet zunächst in Bayreuth, Ingolstadt, München und Nürnberg statt. Dabei stehen den Angehörigen Suchtberater, Psychologen und Sozialpädagogen zur Seite. „Wenn das Programm erfolgreich ist, soll es auf andere Städte in Bayern ausgeweitet werden“, erklärte Buchner. © hil/aerzteblatt.de

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