US-Regierung darf Stammzellforschung vorerst weiter fördern
Freitag, 10. September 2010
Washington – Die US-Regierung darf die umstrittene Forschung mit menschlichen Embryonen vorerst weiter finanziell fördern. Ein Berufungsgericht in Washington gab Medienberichten zufolge am Donnerstag dem Antrag der Regierung statt und hob eine erst vor gut zwei Wochen erlassene einstweilige Verfügung gegen die staatliche Förderung vorläufig auf.
Vorerst kann die US-Regierung die Forschung an embryonalen Stammzellen weiter fördern, die Entscheidung ist jedoch laut Medienberichten nicht endgültig. Die Rechtmäßigkeit der vorherigen Entscheidung auf niederer Instanz wird noch geprüft, bevor entschieden wird, ob das Verbot der Förderung zurecht ergangen war.
Ein Bezirksgericht hatte Ende August die Förderung der embryonalen Stammzellforschung untersagt. Die US-Regierung hatte dagegen Berufung eingelegt mit Verweis auf bedrohte Arbeitsplätze sowie Schwerkranke, denen die umstrittene Forschung helfen könne. Wenn die Regierung die Forschung nicht mehr fördere, seien viele Studien zu vielversprechenden Therapien gefährdet, hieß es.
© kna/aerzteblatt.de
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