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Geriatrie: Vier Zeichen der Gebrechlichkeit im Alter

Freitag, 10. September 2010

London – Die fehlende Kraft beim Händegriff, eine langsame Geschwindigkeit beim Gehen, Schwierigkeiten, sich aus einem Stuhl zu erheben und Gleichgewichtsstörungen beim Stehen sind einer Meta-Analyse im Britischen Ärzteblatt (BMJ 2010; 341: c4467) zufolge Ausdruck einer körperlichen Gebrechlichkeit, die mit einem erhöhten Sterberisiko einhergeht.

Rachel Cooper vom University College London hat für die „Unit for Lifelong Health and Ageing” des Medical Research Councils 57 Studien ausgewertet. Ihre Analyse ergab, dass mit jedem Kilogramm weniger Griffstärke die Sterbewahrscheinlichkeit zunimmt. Für das unterste Quartil ermittelte sie eine Hazard Ration von 1,67.

Den gleichen Einfluss hatte eine verminderte Gehgeschwindigkeit. Das Viertel der langsamsten Personen hatte ein um den Faktor 2,87 erhöhtes Sterberisiko. Und für Personen, die sich nur langsam aus einem Stuhl aufrichten können, war die Mortalität um 96 Prozent erhöht.

Ein ähnlicher Effekt war auch bei Störungen des Gleichgewichtssinns erkennbar, doch wegen der schlechten Vergleichbarkeit der einzelnen Studien verzichtete die Forscherin auf die Angabe einer Hazard Ratio.

Die Assoziation besteht laut Cooper nicht allein für ältere gebrechliche Menschen. Auch bei jüngeren Patienten könnte ein fehlender fester Händedruck auf eine lebensgefährliche Lage des Patienten hinweisen. © rme/aerzteblatt.de

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