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Stammzellen aus dem Weisheitszahn

Montag, 13. September 2010

Amagasaki – Japanische Forscher haben eine neue Quelle für menschliche Stammzellen entdeckt. Im Journal of Biological Chemistry (2010; 285: 29270-29278) beschreiben sie, wie sie Zellen aus der Pulpa des dritten Molaren, also des Weisheitszahns, in induzierte pluripotente Stammzellen (iPS-Zellen) reprogrammierten.

Nach den Angaben der Arbeitsgruppe um Hajime Ohgushi vom National Institute of Advanced Industrial Science and Technology (AIST) in Amagasaki ist die Ausbeute an iPS 30 bis 100-fach höher als bei der Verwendung von Fibroblasten aus der Haut.

Es gelang den Forschern auch, die iPS in Kardiomyozyten zu differenzieren. Drei der vier Gene, die die Forscher zur Bildung der iPS verwendeten, sind allerdings Onkogene, was die Verwendung der iPS und der differenzierten Zellen einschränkt.

Sollte sich die Stammzelltherapie jedoch als sicher und effektiv erweisen, könnte es künftig sinnvoll sein, die Weisheitszähne nach der Extraktion zu kryokonservieren, statt sie wie bisher einfach als biologischen Abfall zu entsorgen. © rme/aerzteblatt.de

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