Politik

Regierung und Fraktionen für Änderungen bei Organspenden

Dienstag, 14. September 2010

Berlin – Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) hat verstärkte Bemühungen zur Steigerung von Organspenden angekündigt. In der Bundestags-Etatdebatte betonte er die „Vorbildfunktion“ von SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier, der seiner erkrankten Frau eine Niere gespendet hatte. Der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Karl Lauterbach, erwiderte, seine Partei sei für „alle parteiübergreifenden Initiativen offen“, die auf mehr Organspenden abzielten.

Rösler verwies darauf, dass der Etatentwurf seines Hauses 400.000 Euro mehr für Werbung für Organspenden vorsehe. Das sei zwar nur ein kleiner Haushaltsposten; aber es sei politisch ungemein wichtig, bei diesem Thema voranzukommen, sagte er unter Verweis auf Steinmeier.

Dabei, so Rösler, gehe es ihm nicht nur um Kampagnen. Die Gesundheitspolitik müsse dafür sorgen, dass die Menschen das Thema Organspende ernstnähmen und diskutierten. Lauterbach kündigte an, die Sozialdemokraten wollten auf Gruppenanträge zu dem Thema hinarbeiten. „Da hat Parteipolitik keinen Platz“, meinte er. Die Politik müsse die Bereitschaft der Menschen zur Organspende verbessern. 

Auch Stefanie Vogelsang (CDU) plädierte für neue politische Überlegungen. Große Plakatwände als Werbung für Organspenden seien gut gemeint gewesen, hätten aber nichts gebracht. Deshalb müsse sich die Politik nun um das Thema kümmern. 

Die SPD-Fraktion hatte am Montag mitgeteilt, dass gut zehn Tage nach Steinmeier auch dessen Frau Elke Büdenbender das Krankenhaus verlassen konnte und beide an diesem Dienstag einen Reha-Aufenthalt antreten wollten. Die Nierentransplantation war vor drei Wochen erfolgt. © kna/aerzteblatt.de

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Thelber
am Dienstag, 14. September 2010, 22:10

Ich wiederhole mich: Der Personalausweis ... (!!)

... eines jeden Bürgers hat ganz sicher noch Platz für die Zeile.

- Ich bin Organspender
- Ich spende keine Organe

Nach Wahl des Inhabers. Ganz simpel und jeder Bürger muss sich äußern. Spätestens mit seinem Antrag auf den nächsten Ausweis, den er sowieso irgendwann ausfüllen wird.

Vorschlag zur staatlichen Förderung: Wer "Ich bin Organspender" als Text wählt, der bekommt seinen neuen Ausweis auch vor Ablauf der Gültigkeit gratis. Wohltätigkeit darf doch auch beim einzelnen Bürger belohnt werden, nicht wahr ? Nicht nur die Spenden großer Firmen ....
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