Leipzig – Die Universität Leipzig hat ein Projekt gestartet, um neue Erkenntnisse über Zivilisationskrankheiten zu erforschen. Ziel sei es, neue Ansätze für die Früherkennung von Krankheiten, für die Vorbeugung und Therapien zu finden. Die EU und der Freistaat Sachsen fördern das „Leipziger Forschungszentrum für Zivilisationskrankheiten“ (LIFE) zunächst mit 40 Millionen Euro.
„Bis 2013 werden 25.000 Leipziger klinisch und bioanalytisch untersucht“, erklärte Joachim Thiery, Dekan der Medizinischen Fakultät. Die Wissenschaftler wollen dabei das Zusammenspiel von genetischer Anlage, Stoffwechsel, Umweltbedingungen und individuellem Lebensstil bei Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, Gefäßkrankheiten, bei Diabetes, Demenz, Allergien und Tumoren erforschen. Da viele Zivilisationskrankheiten ihre Wurzeln bereits im Kindes- und Jugendalter hätten, würden zudem auch 5.000 Probanden im Alter von null bis 18 Jahren in die Untersuchungen einbezogen.
Sachsen und Sachsen-Anhalt sind laut Universität Leipzig bundesweit die Länder, in denen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und psychische Erkrankungen am häufigsten auftreten. „LIFE wird versuchen, Antworten darauf zu finden, warum dies so ist", sagte der Dekan.
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