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Milliardenverluste durch Betrug im Gesundheitswesen

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Brüssel - Rund 56 Milliarden Euro gehen den europäischen Gesundheitssystemen jährlich durch Betrug, Korruption und Behandlungsfehler verloren. Das entspricht etwa sechs Prozent der Gesamtausgaben für die Gesundheitsversorgung. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Europäischen Netzwerks gegen Betrug und Korruption im Gesundheitswesen (EHFCN).

Das EHFCN hat unterschiedliche Bereiche des Gesundheitswesens in sieben europäischen Ländern unter die Lupe genommen. Ursächlich für die Geldverschwendung seien unter anderem Preiskartelle, gefälschte Rezepte, Bescheinigungen und Arzneimittel sowie qualitativ unzureichende Behandlungen, so das Fazit der Untersuchung. Das EHFCN betont zugleich, dass es sich bei den am Betrug Beteiligten um eine Minderheit handelt.

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„Jeder Euro, der dem Gesundheitswesen verloren geht, bewirkt, dass irgendein Patient nicht die Therapie erhält, die er verdient“, so Paul Vincke, Präsident des Netzwerks. Das Netzwerk fordert eine engere Zusammenarbeit zwischen Gesundheitsorganisationen, Patienten und der Polizei, um Korruption und Betrug im Gesundheitswesen aufklären und effektiv bekämpfen zu können.

In der Zusammenarbeit mit nationalen, europäischen und internationalen Institutionen, wie der Europäischen Kommission, der Weltgesundheitsorganisation und der Weltbank sieht das EHFCN zudem eine Möglichkeit, die Öffentlichkeit für die Problematik zu sensibilisieren. Derzeit sind 23 öffentliche und private Organisationen mit Schwerpunkt Betrugsbekämpfung aus insgesamt zehn Ländern im EHFCN vertreten. © ps/aerzteblatt.de

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promisit
am Donnerstag, 7. Oktober 2010, 08:35

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Was entdeckt wurde, ist nur die berühmte Spitze des Eisberges. Doch dies war bereits zu Zeiten so, als noch Rudolf von Virchow mit dem Reichskanzler Bismarck gestritten hat. Manche Dinge ändern sich nie, weil die Menschen sich nicht ändern.

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