Vermischtes

Schmerztherapeuten fordern nationalen Aktionsplan gegen Schmerz

Montag, 11. Oktober 2010

Mannheim - Einen nationalen Aktionsplan gegen den Schmerz hat die Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes (DGSS) anlässlich der Europäischen Woche gegen den Schmerz vom 11. bis 16. Oktober gefordert.

„Mindestens acht Millionen Betroffene und geschätzte 25 Milliarden Euro jährliche Kosten durch chronischen Schmerz machen den Kampf gegen Schmerzen zu einer Aufgabe von nationalem Interesse“, sagte Rolf-Detlef Treede, Präsident der DGSS, auf dem Kongress in Mannheim.

Der Aktionsplan soll in vier Schritten zu einer besseren Schmerzbekämpfung beitragen: Zunächst gehe es darum, dass Bewusstsein dafür zu schaffen, dass Schmerztherapie ein Menschenrecht sei. Wissenschaftliche Medizinische Fachgesellschaften, die Bundesärztekammer, die Ministerien für Gesundheit, Familie und Arbeit sowie die Medien sollten das öffentliche Augenmerk verstärkt auf das Problem Schmerz lenken.

Zweitens gehe es darum, die Forschung zu fördern. Den Kosten der Schmerzerkrankungen von rund 25 Milliarden Euro pro Jahr stünden in Deutschland nur rund acht Millionen Euro Fördermittel für die Schmerzforschung gegenüber.

Wichtig sei drittens, die Aus- und Weiterbildung zu verbessern. Die DGSS kritisierte, dass die Schmerztherapie in der neuesten Fassung der Approbationsordnung vom Oktober 2003 nicht vorkomme. Nach dem Studium müsse die allgemeine Schmerztherapie aber auch Teil der Weiterbildung für alle Fachärzte und psychologischen Psychotherapeuten werden.

Schließlich gehe es viertens darum, die Versorgung nachhaltig zu verbessern. Das Projekt „Schmerzfreies Krankenhaus“ habe gezeigt, dass eine adäquate Schmerztherapie für Patienten im Krankenhaus machbar sei.

Außerdem sollte die sektorenübergreifende Zusammenarbeit besser werden. „Patienten müssen ambulant und stationär eine multimodale Schmerztherapie sowie die komplexe Einstellung medikamentöser Therapie erwarten können“, hieß es aus der DGSS. © hil/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

5.000 News Vermischtes

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige