Taillenumfang wichtiger Risikoindikator für Diabetesrisiko
Dienstag, 12. Oktober 2010
London – Der Taillenumfang ist ein wesentlicher Indikator für das Risiko, einen Altersdiabetes zu entwickeln. Das stimmt mit der Beobachtung überein, dass Amerikaner häufiger einen solchen Diabetes entwickeln als Engländer. Das geht aus einer neuen Studie hervor, die im Journal of Epidemiology an Comunity Health (doi: 10.1136/jech.2010.108415) publiziert wurde.
Die Studie stammt von Wissenschaftlern der internationalen sogenannten RAND Cooperation. Dies ist ein US-amerikanisches Forschungs-Institut, das weltweit als Non-Profit-Organisation im Gesundheitsbereich vor allem in dem Bereich Adipositas forscht.
Für diese Studie kooperierten Wissenschaftler des University College of London, der University of Chicago sowie des Institute for Fiscal Studies in London unter der Leitung von Erst-Autor James Smith.
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Die Forscher bedienten sich bei ihrer Studie einer großen und nach eigenen Aussagen repräsentativen Bevölkerungsgruppe zwischen 52 und 85 Jahren. Die Daten stammen aus der zwischen 1999 und 2006 erhobenen Umfrage „American National Health and Nutrition Examination Survey“ sowie der 2004 durchgeführten English Longitudinal Study of Aging.
Beide Informationsquellen enthalten eine Reihe an morphometrischen Daten wie Body Mass Index, Taillenumfang und Größe, aber auch Angaben über kardiovaskuläre Risikofaktoren wie Lebensstil oder Blutdruck.
Es zeigten sich bei der Auswertung viel höhere Raten an Diabetes unter älteren US-Amerikanern als unter ihren englischen Altersgenossen. Während etwa 16 Prozent der US-Amerikaner an Diabetes litten, waren es in England knapp zehn Prozent. Gleichzeitig hatten diese aber auch einen höheren Bauchumfang.
Wusste man bisher noch nicht, warum ein solcher Unterschied zwischen beiden Bevölkerungsgruppen besteht, so konnte diese Studie laut den Autoren eine signifikante Korrelation zum Taillenumfang feststellen. Besonders unter den Frauen war dies ein besserer Indikator für das Diabetesrisiko als beispielsweise der Body Mass Index.
© hil/aerzteblatt.de
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