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| Frank-Walter Steinmeier /dpa |
Heute dankte er in der Berliner Bundespressekonferenz dafür, dass viele Journalisten durch Beiträge eine vernünftige und verantwortliche Diskussion über Organspenden angestoßen hätten.
„Ich wünsche mir, dass diese Diskussion nicht folgenlos bleibt“, meinte er. Er verwies auch auf die Beratungen des Deutschen Ethikrats zum Thema. Das Gremium hatte sich nachdrücklich für eine Gesetzesänderung ausgesprochen und war dafür heftig kritisiert worden.
Der 54-Jährige zeigte sich erleichtert über den positiven Verlauf der Organübertragung. Wenn weiter nichts dazwischen komme, werde seiner Frau „die Rückkehr in ein normales Leben möglich sein“. Weiter lobte der Fraktionschef die Arbeit von Ärzten und Pflegekräften und äußerte sich auch dankbar für überwältigend großen Zuspruch aus der Bevölkerung.
Die Medien hätten während seiner Auszeit seinen Wunsch nach Zurückhaltung ernst genommen und auf eigene Nachforschungen verzichtet, erläuterte Steinmeier. „Dass das in dieser Zeit funktionierte, gehört für mich zu den guten Erfahrungen dieser letzten acht Wochen“, meinte er.
SPD-Chef Sigmar Gabriel äußerte sich – spürbar bewegt – „unglaublich froh und dankbar“ über den Verlauf des Eingriffs und die Rückkehr Steinmeiers. Für ihn sei die Lehre, in Zukunft achtsamer zu sein, gelegentlich innezuhalten „und nicht zu glauben, die Politik sei alles, was das Leben bestimmt“.
Er werde nicht vergessen, wie er im August während einer privaten Autofahrt mit Steinmeier über die Bewertung der Rente mit 67 telefoniert und kurz darauf von Steinmeiers Situation erfahren habe; damals habe er sich mit Blick auf den Gesundheitszustand von Steinmeiers Frau nicht vorstellen können, „wie dramatisch die Lage war“.
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