Islamabad – Drei Monate nach Beginn der Hochwasserkatastrophe in Pakistan hat die Hilfsorganisation Oxfam vor einem Ausbleiben der Hilfszahlungen gewarnt. Die auf den Spendenaufruf der Vereinten Nationen folgenden Zahlungen drohten zu „versiegen“, erklärte die Organisation heute. Das gefährde die Hilfsarbeiten und den Wiederaufbau der Region.
„Die Krise ist noch lange nicht vorbei“, erklärte Neva Khan, der Oxfam-Direktor für Pakistan. Die UNO hatte Mitte September zu Spenden in Rekordhöhe von zwei Milliarden Dollar (rund 1,4 Milliarden Euro) aufgerufen, bislang sind davon UN-Verantwortlichen zufolge nur rund 35 Prozent eingegangen.
Große Gebiete der Provinz Sindh im Süden des Landes stünden nach wie vor unter Wasser, erklärte Oxfam. Krankheiten würden sich weiter ausbreiten. Vor dem nahenden Winter hätten immer noch sieben Millionen Menschen keine angemessene Unterkunft. Das Ausbleiben der Hilfszahlungen gefährde zudem die Nahrungsmittelrationen für dreieinhalb Millionen Menschen, erklärte Oxfam.
aerzteblatt.de |
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