Politik

Evangelische Kirche kritisiert Gesundheitsreform

Mittwoch, 3. November 2010

Hannover – Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) kritisiert die geplante Gesundheitsreform der Bundesregierung als sozial unausgewogen. Gerechtigkeit und Solidarität des Gesundheitswesens seien in Gefahr, schreibt der EKD-Ratsvorsitzende, Präses Nikolaus Schneider, in einer heute in Hannover vorgestellten Orientierungshilfe zum Thema.

Versicherte brauchten Vertrauen in eine gute Gesundheitsversorgung und Kostenträger eine auskömmliche Finanzierung, „die allerdings die Gesamtgesellschaft nicht überlasten darf“, so der rheinische Präses weiter.

Die 32-seitige Broschüre mit dem Titel „Das Prinzip der Solidarität steht auf dem Spiel“ wurde von einer Kommission unter Vorsitz des Erlanger Theologen Peter Dabrock erarbeitet. Darin prangern die Autoren unter anderem finanzielle Mehrbelastungen für die Versicherten sowie die geplanten Kosteneinsparungen im Gesundheitswesen an.

Dadurch würden Menschen mit chronischen Erkrankungen, Behinderte und Arme überproportional belastet. Ein solcher Ansatz sei „schwer vereinbar“ mit dem christlichen Grundsatz einer vorrangigen Option für die Schwachen und Benachteiligten.

Anzeige

Die im vergangenen Februar einberufene EKD-Kommission soll bis zum kommenden Frühjahr ein Grundsatzpapier zu Reformen im Gesundheitswesen erarbeiten. Angesichts der aktuellen Diskussionen habe es der Rat der EKD jedoch für nötig erachtet, kurzfristig eine Orientierungshilfe vorzulegen, hieß es. © kna/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

5.000 News Politik

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige