Elektronische Gesundheitskarte kommt in abgespeckter Form
Mittwoch, 10. November 2010
dpa
Berlin – Die elektronische Gesundheitskarte wird im kommenden Jahr mit deutlichen Einschränkungen eingeführt. Viele datenschutzrechtliche Bedenken seien berücksichtigt worden, sagte der Parlamentarische Gesundheitsstaatssekretär Daniel Bahr (FDP) am Mittwoch im Bundestag in Berlin.
Sichergestellt werde nun ein zuverlässiges „Versichertenstammdatenmanagement“, um einen Missbrauch mit Krankenversichertenkarten einzudämmen. Stammdaten können künftig online abgeglichen werden.
Gespeichert werden kann auf der Karte auch ein sogenannter Notfalldatensatz, wobei hier die Entscheidung über die Speicherung bei jedem einzelnen Versicherten liegt. Zudem soll mit Einführung der E-Gesundheitskarte der Aufbau einer sicheren Arzt-zu-Arzt-Kommunikation verbunden werden.
Die Weitergabe personenbezogener Daten wie Arztbefunde per Fax entspreche nicht mehr ganz den datenschutzrechtlichen Anforderungen, sagte Bahr.
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