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Bundesärztekammer warnt vor Bachelor-/ Master in der Medizin

Montag, 15. November 2010

Berlin – Vor der Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen in der Medizin hat die Bundesärztekammer (BÄK) erneut gewarnt. „Den hohen Qualitätsstandard, den die Gesellschaft zu Recht vom Studium der Medizin erwartet, kann eine Schnellausbildung zum Bachelor-Arzt nicht erreichen“, sagte der BÄK-Präsident Jörg Dietrich-Hoppe.

Anlass für die erneute Warnung ist die Empfehlung des Wissenschaftsrats für die Gründung einer Universitätsmedizin an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg nach dem Konzept einer European Medical School Oldenburg-Groningen.

„Gerade in Zeiten des Ärztemangels brauchen wir mehr denn je gut ausgebildete Mediziner. Absolventen eines drei- bis vierjährigen Bachelor-Medizinstudiums würden dem Arbeitsmarkt zwar als vergleichsweise billige Mediziner zur Verfügung stehen, die Versorgungsqualität der Bürger würde aber erheblich reduziert und die Probleme in der Patientenversorgung um ein Vielfaches potenziert“, sagte Hoppe.

Das Oldenburger Modell sieht erstmals in Deutschland eine grenzüberschreitende Medizinerausbildung mit Bachelor- und Masterabschluss in Groningen, Niederlande, und medizinischem Staatsexamen in Oldenburg, Deutschland, vor. © hil/aerzteblatt.de

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