Lübeck – Die Betreuung von Patientinnen nach dem strukturierten Programm „Qualitätssicherung in der Diagnostik von Brustkrebs“ (QuaMaDi) gewährleistet eine sichere und frühe Diagnose und verbessert so die Heilungschancen signifikant. Das berichten die Deutsche Krebshilfe und das Institut für Krebsepidemiologie der Universität zu Lübeck.
Etwa 300 Gynäkologen und 100 Radiologen beteiligen sich an dem Projekt zur Qualitätssicherung in der Röntgen-Diagnostik von Brustkrebs. Im Falle des Verdachts auf einen Tumor prüfen zwei Experten unabhängig voneinander die Röntgenaufnahmen. Unterscheiden sich ihre Befundeinschätzungen, veranlassen die Ärzte eine Drittbegutachtung in einem angeschlossenen Referenzzentrum.
An der Untersuchung können Frauen allen Alters teilnehmen, bei denen ein Frauenarzt aufgrund von Beschwerden, auffälligen Vorbefunden oder hohem Risiko eine Notwendigkeit zur Mammographie festgestellt hat. Pro Jahr unterziehen sich etwa 65.000 Frauen einer Mammographie im Rahmen des von Krankenkassen und der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) in Schleswig-Holstein geförderten Qualitätsprojekts.
Die Krebshilfe förderte eine Studie zu der Frage, ob das Qualitätsprogramm nicht nur mit einer frühzeitigen und sicheren Diagnose von Brustkrebs einhergeht, sondern ob sich dadurch auch die Heilungschancen nach der Diagnose verbessern. Dazu verglichen Lübecker Wissenschaftler die Daten von 3.096 Patientinnen mit Brustkrebs, deren Erkrankung in den Jahren 2001 bis 2007 im Rahmen von QuaMaDi diagnostiziert wurde, mit den Daten von 5.417 außerhalb des Programms diagnostizierten Betroffenen.
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