Politik

Hospiz-Stiftung: Keine Aufwertung von Sterbehilfeorganisationen

Dienstag, 23. November 2010

Dortmund – Mit Blick auf den Sterbehilfe-Prozess vor dem Europäischen Menschenrechtsgerichtshof hat die Deutsche Hospiz Stiftung vor einer Aufwertung von Sterbehilfeorganisationen gewarnt. Tödliche Medikamente dürften in Deutschland nicht frei verfügbar gemacht werden, erklärte die Hospiz Stiftung am Dienstag in Dortmund.

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hatte am Dienstag in Straßburg über einen Sterbehilfefall aus Deutschland verhandelt. Es geht um die Grundsatzfrage, ob der Staat einem Schwerkranken beim Selbstmord helfen muss.

2004 hatte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte einer schwerstkranken Frau den Erwerb einer tödlichen Dosis eines Betäubungsmittels untersagt. Geklagt hat der Witwer der Frau, die inzwischen mit Hilfe einer Schweizer Sterbehilfeorganisation gestorben ist. Ein Urteil ist erst in einigen Monaten zu erwarten. 

Die Hospiz Stiftung erklärte dazu, es gebe kein Recht darauf, getötet zu werden. Die Klage führe dazu, dass Suizidorganisationen ihr Angebot öffentlichkeitswirksam vermarkten könnten. © kna/aerzteblatt.de

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