Toronto – Nach der erfolgreichen Therapie einer depressiven Episode können die Medikamente gefahrlos durch eine neue Variante der kognitiven Verhaltenstherapie ersetzt werden, behaupten die Erfinder dieser Therapie, die ihre Ergebnisse jetzt in den Archives of General Psychiatry (2010; 67: 1256-1264) vorstellen.
Zindel Segal vom Centre for Addiction and Mental Health in Toronto bezeichnet die vom ihm entwickelte Therapie als „Mindfulness-based cognitive therapy“, was deutschsprachige Therapeuten, die das Konzept übernommen haben, mit „achtsamkeitsbasierte“ kognitive Verhaltenstherapie übersetzen.
Sie umfasst neben der Einsicht (Kognition) und der darauf basierenden Änderung des Verhaltens eine dritte „Welle“. Diese zielt darauf, die Patienten vor sogenannten Ruminationen zu bewahren. Dieser Begriff umschreibt das wiederholte und anhaltende Grübeln vieler Patienten über ihr Schicksal, das sie zunehmend erschöpft und das Abgleiten in die nächste depressive Episode fördern kann.
Dies soll durch Yoga-Übungen verhindert werden, in denen die Patienten sich, profan ausgedrückt, auf andere Dinge konzentrieren sollen. Über die Atemübungen des Yoga wird eine mediative Achtsamkeit angestrebt.
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