Arzneimittelvereinbarung für 2011 in Nordrhein steht
Mittwoch, 8. Dezember 2010
Düsseldorf – Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein und die Krankenkassen des Landes haben eine Arzneimittelvereinbarung 2011 abgeschlossen. „Wir setzen verstärkt auf eine inhaltliche Steuerung der Arzneimittelverordnungen und weniger auf eine Bestrafung“, betonte Peter Potthoff, Vorstand der KV Nordrhein.
Außerdem sei die Arzneimittelvereinbarung für die Ärzte einfacher und übersichtlicher. So hätten die Vertragspartner bei der Zielvereinbarung die Anzahl der einzuhaltenden Quoten reduziert und je Fachgruppe begrenzt. Bei den Allgemeinmedizinern gelten zum Beispiel neben der Generika- und Me-too-Quote nur noch vier sogenannte DDD-Quoten: bei Lipidsenkern, Antidiabetika, Antibiotika und bei bestimmten Mitteln zur Behandlung der Hypertonie.
„Mit der beschränkten Anzahl von Quoten wollen wir die Praxen entlasten“, erläuterte Potthoff. Ärzte, die ihre Quoten einhielten, seien von der Richtgrößenprüfung befreit. Bei einem Verfehlen der Quoten greife zunächst eine Beratung. Nur wenn Ärzte die Quoten wiederholt nicht einhielten, könnten Kassen und KV einen Prüfantrag stellen.
Das Arzneimittelvolumen für 2011 in Nordrhein beträgt 3,245 Milliarden Euro. Das sind rund 1,2 Prozent weniger als 2010. In diese Zahl sind laut KV ein erhöhter Herstellerrabatt und die Berücksichtigung von Leistungen am Krankenhaus nach Paragraph 116 b des Fünften Sozialgesetzbuches eingeflossen. © hil/aerzteblatt.de
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