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Restless-Leg-Syndrom während der Schwangerschaft kommt häufig wieder

Donnerstag, 9. Dezember 2010

Milan – Frauen mit vorübergehendem Restless-Leg-Syndrom während der Schwangerschaft haben ein höheres Risiko, eine chronische Form dieses Syndroms zu entwickeln oder dieselben Symptome in weiteren Schwangerschaften erneut zu bekommen.

Diese Erkenntnisse gewannen Wissenschaftler um Mauro Manconi von der Vita-Salute University in Mailand. Sie publizierten ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift Neurology (doi:10.1212/WNL.0b013e318200d779).

Das Restless-Leg-Syndrom ist eine motorische Störung, die ein unangenehmes Gefühl in den Beinen verursacht. Die Symptome verschlechtern sich häufig während der Nacht und verbessern sich unter Bewegung. Bei einer chronischen Verlaufsform neigt die Symptomatik dazu, sich im Alter zu verschlechtern.

Die Wissenschaftler untersuchten die Daten von 74 Frauen, die während ihrer Schwangerschaft ein Restless-Leg-Syndrom entwickelten und verglichen diese Daten mit denen von 133 Frauen ohne Syndrom. Nach etwa sechs Jahren folgte eine Anschlussuntersuchung bei der die Frauen nach ihren Restless-Leg-Symptomen, weiteren Schwangerschaften, Medikamenteneinnahmen und anderem befragt wurden.

„Dies ist die erste langfristige Studie, um eine mögliche Verbindung zwischen dem Restless-Leg-Syndrom während der Schwangerschaft und späteren ähnlichen Ereignissen im Laufe der Jahre oder bei späteren Schwangerschaften aufzudecken“, sagte Manconi.

In den meisten Fällen verschwinde ein in der Schwangerschaft auftretendes Restless-Leg-Syndrom nach der Geburt des Kindes wieder. „Unsere Ergebnisse zeigen jedoch, dass das Auftreten des Syndroms während der Schwangerschaft ein bedeutender Risikofaktor für eine zukünftige chronische Form oder eine kurze Episode in einer weiteren Schwangerschaft sein kann“, betonte er.

18 der Frauen, die während der Schwangerschaft unter dem Restless-Leg-Syndrom litten, wiesen auch nach dem Ende der Studie noch Symptome auf. Die Frauen, die während der Schwangerschaft ein Restless-Leg-Syndrom bekamen, hatten mit vierfach erhöhter Wahrscheinlichkeit im Anschluss an ihre Schwangerschaft weitere Restless-Leg-Episoden.

Die chronische Form des Syndroms kam bei diesen Frauen mit dreifach höherer Wahrscheinlichkeit vor als bei Frauen ohne erstmaliges Restless-Leg-Syndrom in der Schwangerschaft. Außerdem zeigten 60 Prozent der Frauen mit Restless-Leg-Syndrom in der Schwangerschaft in nachfolgenden Schwangerschaften wiederum eine Symptomatik. © hil/aerzteblatt.de

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knutpeter
am Freitag, 10. Dezember 2010, 09:46

RLS

Guten Tag,

welch aufregende Erkenntis. Wie geht es weiter und wie kann den Schwangeren geholfen werden?

Besteht nicht in der Schwangerschaft ein Eisenmangel? Und ist nicht nach heutiger medizinischer Meinung neben der Genetik der Eisenmangel verantwortlich für RLS?

Also am besten die Ernährung eisenhaltiger gestallten.
knutpeter

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