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Eltern von Komasäufern an Krankenhauskosten beteiligen

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Berlin – Der CDU-Gesundheitspolitiker Jens Spahn hat gefordert, die Eltern von jugendlichen Komasäufern an den Kosten der Krankenhausbehandlung ihrer Kinder zu beteiligen. Spahn begründete diese Forderung in der heutigen Ausgabe der „Bild"-Zeitung damit, dass die Eltern ihre Aufsichtspflicht vernachlässigten, wenn sich Zwölf- oder 13-Jährige „ungestört ins Koma saufen können".

Das Problem von sich bis zur Besinnungslosigkeit betrinkenden Jugendlichen ist seit Längerem in der politischen Debatte. Spahn bezeichnete die stark steigende Zahl von jugendlichen Komasäufern als „erschreckend". „Jede Notaufnahme kostet viel Geld, daher sollten die Eltern der Kinder einen großen Teil der Behandlungskosten tragen müssen", sagte der CDU-Politiker. © AFP/aerzteblatt.de

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pajopapa
am Donnerstag, 16. Dezember 2010, 17:02

Auch Pflichten, nicht nur Rechte!

Dies ist $ 1 SGB:

Solidarität und Eigenverantwortung

Die Krankenversicherung als Solidargemeinschaft hat die Aufgabe, die Gesundheit der Versicherten zu erhalten, wiederherzustellen oder ihren Gesundheitszustand zu bessern. Die Versicherten sind für ihre Gesundheit mitverantwortlich; sie sollen durch eine gesundheitsbewußte Lebensführung, durch frühzeitige Beteiligung an gesundheitlichen Vorsorgemaßnahmen sowie durch aktive Mitwirkung an Krankenbehandlung und Rehabilitation dazu beitragen, den Eintritt von Krankheit und Behinderung zu vermeiden oder ihre Folgen zu überwinden. Die Krankenkassen haben den Versicherten dabei durch Aufklärung, Beratung und Leistungen zu helfen und auf gesunde Lebensverhältnisse hinzuwirken.

Gilt das noch ????
tsochart
am Donnerstag, 16. Dezember 2010, 11:31

Vaterlose Gesellschaft

Die vaterlose Gesellschaft ist ein grundlegendes Problem mit vielen Folgeschäden. Schuld daran ist in hohem Maße die Familienpolitik der CDU.
dr.med.thomas.g.schaetzler
am Donnerstag, 16. Dezember 2010, 09:38

Entmannt alle Wüstlinge?

Mein lieber Spahn, Ihr Populismus erinnert doch sehr stark an die Forderung:
"Entmannt alle Wüstlinge!". Wer ist wohl verantwortlich, wenn sich Zwölf- oder 13-Jährige „ungestört ins Koma saufen können"? Wer hat für ungehemmten Alkoholkonsum geworben? Wer bagatellisiert Alkoholgefahren und Probleme? Wer kann sich, außer im Straßenverkehr, für jegliche Affekttat im Alkoholrausch bei Gericht exkulpieren lassen. Wer kassiert ungehemmt Alkoholsteuern und gibt davon nichts für Prävention und Therapie der Alkoholismusfolgen ab?

Sie haben als gelernter Bankkaufmann aus dem Münsterland weder Ahnung von Suchtgefahren, noch von Elternverantwortung und Erziehung zum mündigen jugendlichen Staatsbürger. Vom Gesundheitswesen will ich gar nicht erst anfangen. Aber glauben Sie nicht, Ihr Engagement zur Kostenbeteiligung wäre angebrachter, wenn es um einen selbsternannten Stuntman geht, der in einer idiotischen Saalwette vor einem sensationsgeilen Fernsehpublikum Kopf und Kragen riskiert, um einem alternden Moderator einen Einschaltquotengefallen zu tun? Und sich dabei seinen Hals bricht bzw. lebenslang gelähmt bleibt?

Dass ich nicht falsch verstanden werde: Ich wünsche diesem jungen Mann von ganzem Herzen Besserung, Linderung und wenigstens Teilgenesung. Unser System der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) mit seiner (noch) bestehenden Solidarität und Subsidiarität unterstützt seine Rehabilitation und Integration in die Gesellschaft nach Kräften!

Aber sollten nicht wenigsten diejenigen schweigen, die die GKV torpedieren und demontieren wollen?
Businesspaar
am Donnerstag, 16. Dezember 2010, 06:03

Lachen oder weinen?

Über dermaßen viel Unsinn weiß man es wohl nicht. Bedenklich! Solche Leute werden möglicherweise in Zukunft hier in diesem Land Regierungsverantwortung tragen.

Falls Sie selbst einmal Kinder haben, sehr geehrter Herr Spahn, überwachen Sie diese dann 7 Tage die Woche, 24 Std. täglich? Sperren Sie die Kids doch gleich ein.

Stellen Sie sich lieber die Frage, warum machen Kinder und Jugendliche das? Eine Antwort könnte lauten: Bei dem, was uns in Zukunft mit Politikern wie wir sie heute kennen erwartet, ist das Leben anders nicht zu ertragen!



WiseDoc/i
am Mittwoch, 15. Dezember 2010, 21:08

Genau! Weiter so!

Und folgende Gruppen dann auch an den Folgekosten beteiligen:
die Raucher, die Alkoholkonsumenten, die Amphetaminschlucker, die Workaholics, die Über-BMIs, die Extremsportler, die Skifahrer, die Unsportlichen, und wen auch immer noch. Alle an allem beteiligen - das ist wahre Partizipation.

Super, Herr Spahn! Eine Idee mit ungeahntem Tiefgang!

Und noch besser: Gesundheitspolitiker an den Kosten missratener Gesundheits-Reformgesetze?

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