Bonn – Wer sich gut in die Gefühle anderer hineinversetzen kann, steigt im Beruf schneller auf. Das haben Forscher der Universitäten Bonn und Heidelberg gemeinsam mit amerikanischen Kollegen ermittelt. Allerdings gilt der Zusammenhang nur für besonders karriereorientierte Personen. „Für sich allein genommen, erlaubt das Maß emotionaler Intelligenz (EQ) kaum Voraussagen über den Berufserfolg“, so die Wissenschaftler. Die Studie erscheint im European Journal of Psychological Assessment.
Um den Zusammenhang emotionaler Kompetenz und beruflicher Karriere zu erforschen, konfrontierte das deutsch-amerikanische Forscherteam Betriebswirte mit verschiedenen Situationsbeschreibungen. Ihre Aufgabe: Sie sollten sich in die Situation der Protagonisten in der jeweils geschilderten Lage hineinversetzen.
Darüber hinaus ermittelten die Forscher mit einem Persönlichkeitsfragebogen den beruflichen Ehrgeiz ihrer Probanden. Um den Karrierefortschritt zu messen, erhoben die Wissenschaftler zudem im Abstand von zwei Jahren das aktuelle Gehalt der Teilnehmer.
Ergebnis: Der Verdienst der Testpersonen entwickelte sich umso besser, je höher ihr EQ war – allerdings mit einer wichtigen Einschränkung: Das Ergebnis galt nur für diejenigen, denen der Persönlichkeitstest einen ausgeprägten beruflichen Ehrgeiz bescheinigt hatte.
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